In Meyrin, unmittelbar an der Peripherie von Genf, hat Audemars Piguet am 19. März 2026 eine neue Manufaktur eingeweiht. Die Manufaktur von Audemars Piguet erweitert damit ihre Produktionsfläche am bestehenden Standort auf das knapp Vierfache.

Ein Industriebau mit Geschichte

Das Herzstück des neuen Komplexes ist ein ehemaliges Industriegebäude des Pharmaunternehmens Uhlmann-Eyraud, das zwischen 1963 und 1965 errichtet wurde.

Die Skulptur des Hasen mit der Taschenuhr hat ihr Pendant am Firmensitz von Audemars Piguet in Les Brassus.

Die Skulptur des Hasen mit der Taschenuhr hat ihr Pendant am Firmensitz von Audemars Piguet in Les Brassus.

Der U-förmige Bau, der als historisch bedeutend anerkannt ist, wurde 2023 von der Manufaktur erworben und nach dreijähriger Bauzeit grundlegend saniert und erweitert. Das Schweizer Architekturbüro FdMP architectes zeichnet für beide Bauphasen verantwortlich. Das Ergebnis: ein Komplex mit einer Gesamtfläche von 9.000 Quadratmetern – 3,75-mal so groß wie der bisherige Meyrin-Standort mit 2.400 Quadratmetern.

Das neue Produktionsgebäude erstreckt sich über vier Geschosse.

Das neue Produktionsgebäude erstreckt sich über vier Geschosse.

Ein neues, viergeschossiges Gebäude schließt die historische U-Form und schafft so einen begrünten Innenhof als räumliches Herzstück des Ensembles. Rund 200 Mitarbeitende haben das Gebäude bereits bezogen; ausgelegt ist es auf bis zu 350 Personen.

Produktion auf drei Ebenen

Die Manufaktur ist klar strukturiert: Im Gartengeschoss sind mechanische Bearbeitung, Veredelung und Montage der Gehäuse und Armbänder untergebracht; im ersten Obergeschoss befinden sich das Mitarbeiterrestaurant mit großzügiger Terrasse, das technische Büro sowie das Backoffice; im dritten Obergeschoss der Bereich Neue Technologien.

Blick in das Restaurant der Mitarbeiter bei Audemars Piguet in Meyrin..

Blick in das Restaurant der Mitarbeiter bei Audemars Piguet in Meyrin..

Die Abfolge der Ateliers folgt dem natürlichen Ablauf der Produktion und optimiert so die innerbetrieblichen Prozesse spürbar. Das Konzept gründet auf vier Säulen: Zusammenarbeit, Flexibilität, Wohlbefinden und Prozessoptimierung. Offene Produktionsflächen, modulare Räume und eine skalierbare Infrastruktur erlauben es, die Manufaktur künftig um zusätzliche Maschinen, neue Fachbereiche oder weitere Mitarbeitende zu erweitern.

Auf dem Dach befindet sich eine Photovoltaik-Anlage und eine Terrasse für die Mitarbeiter.

Auf dem Dach befindet sich eine Photovoltaik-Anlage und eine Terrasse für die Mitarbeiter.

Dynamisches Glas an den Fassaden reguliert den Lichteinfall präzise; das Sheddach des historischen Gebäudeteils sorgt für eine konstante Tageslichtversorgung der Arbeitsplätze.

Nachhaltig gebaut, nachhaltig betrieben

Der historische Gebäudeteil trägt das Label Minergie Rénovation, der Neubau das Label Minergie-P-Eco – eine doppelte Zertifizierung, die den ökologischen Anspruch der Marke unterstreicht. Eine Photovoltaikanlage deckt einen Teil des Energiebedarfs; eine Regenwassernutzungsanlage reduziert den Trinkwasserverbrauch; Wärmerückgewinnungssysteme optimieren die thermische Effizienz des Gebäudes.

Das neue vierstöckige Gebäude schließt den begrünten Innenhof.

Das neue vierstöckige Gebäude schließt den begrünten Innenhof.

Ein intelligentes Steuerungssystem überwacht sämtliche Anlagen in Echtzeit. Die unmittelbare Nähe zum Bahnhof Meyrin macht den Standort zudem gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. »Dieser neue Komplex wurde ganz im Sinne der Philosophie unserer Manufaktur konzipiert: das Erbe des Standorts zu würdigen und es anhand moderner Technologien zu neuen Höhen zu führen.

Audemars Piguet CEO Ilaria Resta (roter Anzug) bei der Eröffnung.

Audemars Piguet CEO Ilaria Resta (roter Anzug) bei der Eröffnung.

Er verkörpert die Werte der Zusammenarbeit und des Wohlbefindens, die im Mittelpunkt unseres Unternehmens stehen.« – Ilaria Resta, Chief Executive Officer, Audemars Piguet

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