Mit dem A. Lange & Söhne Lange 1 Tourbillon Ewiger Kalender »Lumen« stellt A. Lange & Söhne unter Beweis, dass sich die Kombination eines Tourbillons mit einem Ewigen Kalender auch bei Dunkelheit mit allen Anzeigen ablesen lässt.

Ein Zifferblatt nach geometrischen Regeln

Das Zifferblattlayout folgt der axialen Geometrie, die die Lange 1 seit ihrer Einführung 1994 prägt: Großdatum, retrograde Wochentagsanzeige, Sekundenzeiger und Mondphasenanzeige liegen auf einer senkrechten Achse; die Stunden- und Minutenanzeige markiert die Spitze eines imaginären gleichschenkligen Dreiecks.

Trotz der Vielzahl an Anzeigen bewahrt der Ewige Kalender Tourbillon die typische Symmetrie der Lange 1.

Trotz der Vielzahl an Anzeigen bewahrt der Ewige Kalender Tourbillon die typische Symmetrie der Lange 1.

Die Monate werden – abweichend von klassischen Konstruktionen – über einen außenliegenden, rotierenden Ring dargestellt. Alle Kalenderindikationen schalten springend weiter und sind so jederzeit eindeutig ablesbar. Korrektoren an der Gehäuseseite erlauben es, sie gemeinsam oder separat zu stellen. Die Schaltjahresanzeige sitzt in einem kleinen Fenster bei sechs Uhr. Der Kalendermechanismus ist so präzise konstruiert, dass erst am 1. März des Säkularjahres 2100 eine manuelle Korrektur nötig würde.

Kontrast und Transparenz

Das 41,9 Millimeter große Platingehäuse trifft auf ein dunkles Zifferblatt und ein schwarzes, handgenähtes Alligatorlederband. Zeiger und Appliken aus rhodiniertem Gold sowie weiße Skalierungen zeichnen sich vor dem dunklen Hintergrund ab.

Alle Anzeigen der A. Lange & Söhne Lange 1 Tourbillon Ewiger Kalender Lumen sind bei Dunkelheit ablesbar.

Alle Anzeigen der A. Lange & Söhne Lange 1 Tourbillon Ewiger Kalender Lumen sind bei Dunkelheit ablesbar.

Die Transparenz des Zifferblatts ist dabei eine konstruktive Voraussetzung: Nur durch das halbtransparente Material nehmen die darunter liegenden Leuchtmasse-Elemente bei Tageslicht ausreichend Energie auf, um sie bei Dunkelheit abstrahlen zu können.

Lumineszenz mit Profil

Das eindrücklichste Leuchtdetail ist das nachleuchtende Großdatum, das den zweiteiligen Mechanismus aus Zehnerkreuz und Einerscheibe auch im Dunkeln sichtbar macht.

Das halbtransparente Zifferblatt lässt den Mechanismus des Großdatums erkennen.

Das halbtransparente Zifferblatt lässt den Mechanismus des Großdatums erkennen.

Weltpremiere feiert die erste nachleuchtende Mondphasenanzeige mit integrierter Tag-/Nacht-Indikation: Eine Himmelsscheibe dreht sich innerhalb von 24 Stunden einmal im Uhrzeigersinn – tagsüber zeigt sie einen hellen Himmel ohne Sterne, nachts einen mit vielen nachleuchtenden Sternen. Die rechnerische Abweichung der Mondanzeige beträgt einen Tag in 122,6 Jahren.

Die Mondphasenanzeige zeigt nachts einen Sternenhimmerl und muss erst nach 122,6 Jahren um einen Tag korrigiert werden.

Die Mondphasenanzeige zeigt nachts einen Sternenhimmerl und muss erst nach 122,6 Jahren um einen Tag korrigiert werden.

Die Schaltjahresanzeige leuchtet flächig auf, während Zeiger für Stunden, Minuten, Sekunden und Wochentag sowie alle Skalen und die Mondkontur filigraner nachleuchten.

Das Tourbillon – diskret verborgen, durch den Boden enthüllt

Auf der Zifferblattseite gibt lediglich ein dezenter Schriftzug bei zwölf Uhr Auskunft, welche große Komplikation sich im Innern verbirgt: das Tourbillon. Erst der Blick durch den Saphirglasboden offenbart den Mechanismus in seiner ganzen technischen Schönheit.

Der Tourbillon-Kloben und der Zwischenradkloben sind mit kleinen Sternen undeiner Sternschnuppe verziert.

Der Tourbillon-Kloben und der Zwischenradkloben sind mit kleinen Sternen und
einer Sternschnuppe verziert.

Das filigrane Drehgestell dreht sich einmal pro Minute um die eigene Achse und kompensiert so den Schwerkrafteinfluss auf die Exzenter-Unruh, die gemeinsam mit der hauseigenen Unruhspirale bei 21.600 Halbschwingungen pro Stunde arbeitet. Der Sekundenstopp-Mechanismus erlaubt es, die Unruh durch Herausziehen der Krone augenblicklich anzuhalten. Erst so ist es möglich, eine Uhr mit Tourbillon sekundengenau einzustellen. Die zugrunde liegende V-förmige Stoppfeder wurde 2008 patentiert.

Manufakturkaliber L225.1 – ein neues Werk für neue Aufgaben

Das neue automatische Manufakturkaliber L225.1 besitzt einen Zentralrotor, der – erstmalig bei dieser Manufaktur – aus 18 Karat Weißgold (750) gefertigt ist und den Markenschriftzug trägt.

Das automatische Kaliber L225.1 besitzt eine Unruhspirale aus der manufaktureigenen Fertigung und bietet eine Gangautonomie von 50 Stunden.

Das automatische Kaliber L225.1 besitzt eine Unruhspirale aus der manufaktureigenen Fertigung und bietet eine Gangautonomie von 50 Stunden.

Die äußere Schwungmasse aus 950er Platin liefert zusätzliches Moment, sodass die maximale Gangautonomie von 50 Stunden bereits nach kurzer Tragezeit erreicht wird. Den handwerklichen Höhepunkt des Kalibers bilden der Tourbillon-Käfig sowie Tourbillon-Kloben und Zwischenradkloben:

Der Monatsring wird über eine innenliegende Verzahnung angetrieben. Ein mechanischer Energiespeicher schaltet den Monat und das Schaltjahr springend.

Der Monatsring wird über eine innenliegende Verzahnung angetrieben. Ein mechanischer Energiespeicher schaltet den Monat und das Schaltjahr springend.

Alle drei sind aus Edelstahl gefertigt und in Schwarzpolitur vollendet – einer der anspruchsvollsten Finissierungstechniken der Uhrmacherei überhaupt. Tourbillon-Kloben und Zwischenradkloben tragen zusätzlich von Hand gravierte Sterne sowie eine Sternschnuppe, die nach der Handgravur behutsam nachpoliert werden, damit ein kontrastreicher Übergang zwischen der mattierten Umgebung und den glänzenden Konturen entsteht.

Mit schwarzrhodiniertem Zentralsegment und hellerer Platin-Schwungmasse greift auch der Rotor das Kontrastprinzip der Uhr auf.

Mit schwarzrhodiniertem Zentralsegment und hellerer Platin-Schwungmasse greift auch der Rotor das Kontrastprinzip der Uhr auf.

Einen weiteren Glanzpunkt setzt der von einem verschraubten Goldchaton gehaltene Diamant-Deckstein im Zentrum des Tourbillons – ein traditionsreiches Element, mit dem die Manufaktur einst ihre Taschenuhren in 1A-Qualität ausstattete. Die großen Platinen zeigen Perlage, die Brücken Sonnenschliff, die Hebel Strichschliff und die Zahnräder Kreisschliff. Die auf 50 Exemplare limitierte Lange 1 Tourbillon Ewiger Kalender »Lumen« wird an einem schwarzen, handgenähten Alligatorlederband mit Faltschließe und Schnellverschluss aus 950er Platin getragen.

TECHNISCHE SPEZIFIKATIONEN | A. LANGE & SÖHNE LANGE 1 TOURBILLON EWIGER KALENDER »LUMEN«

Gehäuse – 950er Platin, Durchmesser 41,9 Millimeter, Bauhöhe 13,0 Millimeter
🔍 Glas – Saphirglas, Saphirglasboden
🕐 Anzeige – Stunden, Minuten; Tourbillon-Sekunden; retrograde Wochentagsanzeige; Großdatum; Ewiger Kalender mit außenliegendem Monatsring; Schaltjahresanzeige; Mondphasenanzeige mit Tag-/Nacht-Indikation; alle Anzeigen nachleuchtend
💡 Leuchtmittel Leuchtmasse
Aufzug Automatikaufzug; Zentralrotor 18 kt Weißgold (750) mit äußerer Schwungmasse aus 950er Platin
Kaliber – L225.1
Frequenz – 21.600 Halbschwingungen/Stunde (3 Hz)
Gangautonomie – 50 Stunden
Veredelung Schwarzpolitur (Tourbillon-Käfig, Tourbillon-Kloben, Zwischenradkloben); Perlage (Platinen); Sonnenschliff (Brücken); Strichschliff (Hebel); Kreisschliff (Zahnräder); anglierte und polierte Kanten; Handgravur (Sterne, Sternschnuppe); verschraubter Goldchaton mit Diamant-Deckstein
Band – Schwarzes, handgenähtes Alligatorlederband; Faltschließe mit Schnellverschluss aus 950er Platin
🔢 Auflage – 50 Exemplare
🏷 Referenz – 720.035
Preis – ca. 550.000 Euro

Auch bei A. Lange & Söhne ist das derzeit klassische Luxus‑Muster erkennbar: gleichbleibende oder leicht sinkende Stückzahlen werden durch höhere Listenpreise aufgefangen.  Die Strategie steigert Umsatz und Marge, sorgt aber für eine Spreizung zwischen Listenpreis und Sekundärmarkt. Solange neue Stücke zu den höheren Preisen noch abfließen, nimmt man diese Marktirritation wohl noch in Kauf. Und die limitierten Platinmodelle an der Spitze der Kollektion verteidigen ihre strategische Spitzenposition erfahrungsgemäß.

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