Mit einer dritten Farbvariante erweitert A. Lange & Söhne das Spektrum des Triple Split, das bei A. Lange & Söhne seit 2018 das Maß aller Dinge im Chronographen-Bau definiert.

Das rhodiéfarbene Zifferblatt der limitierten Platinversion besitzt besitzt dunkelgraue Hilfszifferblätter.
Der auf 100 Exemplare limitierte Schleppzeiger-Chronograph mit Flyback-Funktion erscheint erstmals in einem Gehäuse aus 950er Platin mit rhodiéfarbenem Zifferblatt und dunkleren, grauen Hilfszifferblättern. Seit seiner Einführung im Jahr 2018 gilt er als einziger mechanischer Chronograph, mit dem sich Zwischen-, Vergleichs- und Endzeiten über einen Zeitraum von bis zu zwölf Stunden messen lassen. Er folgte dem 2004 vorgestellten Double Split, den er auch ablöste.
Die Erweiterung der Rattrapante-Funktion auf Minuten- und Stundenzähler vergrößert die Einsatzmöglichkeiten des Chronographen von einer Minute auf zwölf Stunden. Ein klassischer Rattrapante-Chronograph ermöglicht Zwischenzeitmessungen bis zu einer Dauer von 60 Sekunden – der Triple Split besitzt zwei zusätzliche Schleppzeigerpaare für Minuten und Stunden. In der Ausgangsstellung liegen die drei gebläuten Rattrapante-Zeiger über den jeweiligen rhodinierten Chronographen-Zeigern.
Die Zeitmessung beginnt durch Betätigung des Chronographen-Drückers bei zwei Uhr. Die Zeigerpaare laufen zunächst synchron, bis sie sich durch Betätigen des Rattrapante-Drückers bei zehn Uhr voneinander lösen. Die drei gebläuten Rattrapante-Zeiger bleiben stehen und geben die Zwischenzeit an, während die Chronographen-Zeiger die Messung fortsetzen.
Dank der fein ausbalancierten Hierarchie der Anzeigen bringt die Gestaltung des Zifferblatts die technische Komplexität des Triple Split präzise zum Ausdruck. Den beiden Stoppzeigern für die Sekunden steht auf dem Hauptzifferblatt die größte Anzeigefläche zur Verfügung. Das Hilfszifferblatt bei vier Uhr ist den exakt springenden Minutenzählern zugeordnet, die jeweils genau nach Ablauf einer vollen Minute um einen Teilstrich weiterspringen.
Etwas kleiner präsentiert sich die Anzeige für die Stundenzähler bei zwölf Uhr. Dieser gegenüber liegt die Lange-typische Gangreserveanzeige »AUF/AB« bei sechs Uhr. Sie informiert darüber, wie viel von der maximal 55-stündigen Gangautonomie noch zur Verfügung steht. Die kleine Sekunde ist auf dem Hilfszifferblatt bei acht Uhr angeordnet. Die umlaufende Tachymeterskala ermöglicht es, im Rahmen von Stoppzeitmessungen auch Durchschnittsgeschwindigkeiten über eine Strecke von 1000 Metern zu ermitteln.
Das Manufakturkaliber L132.1 steht für den Anspruch von A. Lange & Söhne, uhrmacherische Grenzen zu überwinden. Es beherbergt den einzigartigen Triple-Rattrapante-Mechanismus und stellt sicher, dass alle sechs Stoppzeiger ihre jeweiligen Funktionen präzise ausführen. Die komplexe Choreografie aus Schalträdern, Hebeln, Federn, Kupplungen und Rasten verlangt höchste Expertise: Alle Komponenten der teilweise verzweigten Schaltketten müssen perfekt aufeinander abgestimmt werden.
Sowohl die gestoppten Rattrapante-Zeiger als auch das Initiieren der Weiterschaltung der Minutenzähler erzeugen üblicherweise Reibungsverluste. Der in der Lange-Manufaktur entwickelte Isolator-Mechanismus sorgt dafür, dass das Schwingsystem dennoch kontinuierlich mit genügend Antriebsenergie versorgt wird. Die intelligente Konstruktion, die 2005 ein Patent erhielt, entkoppelt die reibungsintensiven Vorgänge auf der Zentrumzeiger- und Minutenzählerachse.

Beim Anhalten der Rattrapante entkoppelt der Isolatormechanismus die reibungsintensiven Funktionen an Sekunden- und Minutenwelle vom laufenden Chronographen.
Der Sichtboden aus Saphirglas erlaubt Einblicke in die außergewöhnliche Komplexität des aufwendig finissierten Chronographen-Uhrwerks. Insgesamt fügen sich 567 winzige Bauteile zu einem perfekt abgestimmten Ganzen zusammen. Die Oberseiten der Hebel, Federn und Wippen sind mit einem Strichschliff dekoriert, die umlaufenden Fasen angliert.
Besonders anspruchsvoll ist die Fasenpolitur der spitzwinkligen Innenecken. Fünf verschraubte Goldchatons auf den mit Glashütter Bandschliff dekorierten Brücken aus naturbelassenem Neusilber sowie der handgravierte Unruhkloben vollenden das feinmechanische Gesamtkunstwerk.

Ein Schaltrad steuert die Funktion des Flyback-Chronographen, ein zweites den Rattrapante-Mechanismus.
Die technisch-elegante Farbkomposition aus kühlem Platingehäuse, rhodiéfarbenem Zifferblatt und dunkleren, grauen Hilfszifferblättern wird mit einem dunkelbraunen Alligatorlederband und einer Faltschließe aus 950er Platin kombiniert.
Technische Spezifikationen | A. Lange & Söhne Triple Split
| ⌚ Gehäuse | 950er Platin; Durchmesser 43,2 Millimeter, Bauhöhe 15,6 Millimeter |
|---|---|
| 🔍 Glas | Saphirglas vorne und hinten (Mohshärte 9) |
| 🕐 Anzeige | Rhodiéfarbenes Zifferblatt, graue Hilfszifferblätter, Tachymeterskala |
| 💡 Leuchtmittel | Nachleuchtende Stunden- und Minutenzeiger sowie Stundenindizes |
| 🔄 Aufzug | Handaufzug |
| ⚙️ Kaliber | Manufakturkaliber L132.1; 567 Teile, 46 Rubine, fünf verschraubte Goldchatons; Ankerhemmung; handgravierte Unruhkloben |
| ⏱️ Frequenz | 3 Hz, das entspricht 21.600 Halbschwingungen in der Stunde |
| 🔋 Gangautonomie | 55 Stunden |
| 💎 Lagersteine | 46 Rubine, davon fünf in Goldchatons |
| ✨ Veredelung | Strichschliff, anglierte Fasen, Fasenpolitur, Glashütter Bandschliff auf Brücken aus naturbelassenem Neusilber |
| 🪢 Band | Handgenähtes Alligatorleder, dunkelbraun mit grauer Naht; Faltschließe mit Schnellverschluss aus 950er Platin |
| 🔢 Referenz | 424.025F |
| 💶 Preis | 210.000 Euro |
Die limitierte Platinversion des Triple-Split-Chronographen rückt dieses uhrmacherische Spitzenprodukt in angemessenes Licht und das rhodinierte 925er-Silberzifferblatt mit seiner klaren Farbcodierung der Funktionen wirkt technisch kühler und konzentrierter als seine Schwestermodelle in Weiß- (2018) oder Rotgold (2019). Das Kaliber L132.1 hat nach wie vor meine ungeteilte Bewunderung. Technisch bleibt der Ausnahme-Chronograph ohne Konkurrenz, stellt aber keine Neuheit dar.








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