Es geisterte schon seit Tagen durch die sozialen wie die seriösen Medien: Audemars Piguet und Swatch haben ein gemeinsames Produkt lanciert. Herausgekommen ist bei dieser Zusammenarbeit eine Taschenuhr, deren Gehäuse und Zifferblatt dem Design der Royal Oak von 1972 nachempfunden ist.

Die acht markanten, sechseckigen Schrauben sind in die achteckige Lünette geschweißt.

Die acht markanten, sechseckigen Schrauben sind in die achteckige Lünette geschweißt.

Die acht markanten sechseckigen Schrauben sind in die achteckige Lünette hineingeschweißt. Die Farbgebung wiederum ist inspiriert von den Swatch Pop-Uhren aus den 1980er Jahren.

Auch das Tapisserie-Motiv auf dem Zifferblatt hat die Swatch Royal Pop übernommen.

Auch das Tapisserie-Motiv auf dem Zifferblatt hat die Swatch Royal Pop übernommen.

Ein Lanyard aus Kalbsleder mit Kontrastnaht in drei Längen gibt der Swatch Royal Pop an verschiedenen Halt; sei es um den Hals, am Handgelenk, in der Hosentasche oder an der Handtasche.

Die goldene Farbgebung der Gangreserveanzeige signalisiert, dass die Feder gespannt ist.

Die goldene Farbgebung der Gangreserveanzeige signalisiert, dass die Feder gespannt ist.

Das Handaufzugkaliber Sistem51 wird komplett maschinell montiert. Daher muss es im Servicefall auch komplett getauscht werden. Es bietet eine Gangautonomie von 90 Stunden und über die verbleibende Energie gibt ein halbmondförmige Anzeige auf dem Zifferblatt bei drei Uhr Auskunft.

  • Die Swatch Royal Pop Blaue Acht mit grünem Band und hellblauen Kontrastnähten.
    Die Swatch Royal Pop Blaue Acht mit grünem Band und hellblauen Kontrastnähten.

Insgesamt sind acht Modelle mit einem Gehäuse aus Bioceramic erhältlich, sowohl als Lépine-Modell mit der Krone bei zwölf Uhr wie auch als Savonette-Konstruktion mit kleiner Sekunde und der Krone bei drei Uhr. Vorder- und Rückseite sind aus entspiegeltem Saphirglas gefertigt, die Unterseite ist zudem mit einem Tampondruck versehen.

Technische Spezifikationen | Audemars Piguet × Swatch Royal Pop

⌚ Gehäuse Bioceramic (in acht Farbausführungen), Durchmesser 40,0 Millimeter (mit Clip 44,2 × 53,2 Millimeter), Bauhöhe 8,4 Millimeter
💧 Wasserdichtheit 2 Bar, das entspricht dem Prüfdruck von 20 Metern Tiefe
🔍 Glas Saphirglas (Uhrglas und Sichtboden), entspiegelt
🕐 Anzeige Stunde, Minute (Lépine-Style); Stunde, Minute, kleine Sekunde (Savonette-Style)
💡 Leuchtmittel Grade A Super-Luminova
🔄 Aufzug Handaufzug
⚙️ Kaliber Sistem51 mit antimagnetischer Nivachron-Spirale
⏱️ Frequenz 3 Hertz (21.600 Halbschwingungen/Stunde)
🔋 Gangautonomie 90 Stunden
💎 Lagersteine 19
✨ Veredelung Zifferblatt mit Tapisserie-Effekt, achteckige Lünette mit vertikalem Satin-Schliff
🪢 Band Halterungsband (Lanyard) aus Kalbsleder mit farblichen Kontrastnähten
🔢 Referenz SSX03R100N (Otto Rosso), SSX03W100N (Huit Blanc), SSX03G100N (Green Eight), SSX03L101N (Blaue Acht), SSX03L103N (Orenji Hachi), SSX03L100N (Lan Ba), SSX03W101N (Ocho Negro), SSX03J100N (Otg Roz)
💶 Preis 350 Euro für die Lépine-Modelle | 400 Euro für die Savonette-Modelle mit kleiner Sekunde, Verkauf ausschließlich in Swatch Stores

Während die Spekulationen und Memes ins Kraut schossen, dürfte bei der aufgeregten Klientel angesichts einer Royal Oak Nachahmung im Taschenuhrenformat etwas Ernüchterung eingetreten sein. Ich hingegen bin beeindruckt, welche Resilienz der Entwurf von Gérald Genta auch angesichts des pop-artigen Gestaltungswahns durch Swatch an den Tag legt. Konstruktiv immerhin wurde das 2013 vorgestellte Kaliber Sistem51 zum Handaufzugwerk mit Gangreserveanzeige weiterentwickelt. Seit 2018 ist auch die gemeinsam mit Audemars Piguet entwickelte Nivachron-Spirale Standard. Und jetzt wurde das Kaliber sogar mit einer kleinen Sekunde erweitert. Das musste Gérald Genta aber nicht mehr erleben.

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