Beim Classique Tourbillon Extra-Plat Squelette 5395 von Breguet besteht die handwerkliche Kunstfertigkeit daran, von einem drei Millimeter hohen Uhrwerk noch fast 50 Prozent seines Materials zu entfernen. Das extraflache Kaliber 581 ist eines der flachsten Automatikwerke mit Tourbillon der Welt. Beispielsweise wurde die Schwungmasse peripher um die Platine angeordnet.

So bleibt das Kaliber nicht nur flacher; die Mechanik wird auch vollständig sichtbar. Das Tourbillon wurde ebenfalls vollständig überarbeitet: Der Tourbillonkäfig greift direkt in das Räderwerk und verzichtet damit auf einen unterhalb montierten Trieb. Außerdem nimmt die Siliziumhemmung eine speziell gebogene Form an, durch die Platz gewonnen werden kann. Das Kaliber 581 von Breguet ist mit einer Höhe von nur drei Millimetern eines der flachsten Automatikwerke mit Tourbillon der Welt. Der Tourbillonkäfig wiegt nur 0,290 Gramm. Trotz der für ein Tourbillon ungewöhnlich hohen Frequenz von 4 Hertz besitzt es eine Gangreserve von 80 Stunden. Das gleiche Kaliber wurde auch schon für die Modelle 5377 und 5367 verwendet. Zum ersten Mal ist es nun jedoch vollständig skelettiert.

Die wenigen verbleibenden Oberflächen sind mit Guillochierungen und einem »Clou-de-Paris«-Dekor versehen. Das Classique Tourbillon Extra-Plat Squelette 5395 ist bis drei Bar wasserdicht und mit einem grauen Uhrwerk im Roségoldgehäuse oder alternativ einem roséfarbenen Uhrwerk im Platingehäuse erhältlich. Rotgold 217.400 Euro, Platin 232.300 Euro

Tom Wanka – Uhrenjournalist und BloggerDer Namensgeber der Manufaktur, Abraham Louis Breguet, erfand 1795 das Tourbillon und erhielt 1801 das Patent für zehn Jahre dafür. Es dauerte aber noch vier Jahre, bevor das erste funktionsfähige Werk verkauft wurde. Die Manufaktur legt mit diesem Modell großen Wert auf die kunsthandwerklichen Fähigkeiten, der es bedarf, um aus der gehärteten Goldlegierung ein skelettiertes Werk zu fertigen. Neben der Skelettierung überzeugen auch die weiteren Veredelungsschritte.

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