30 Jahre nach der Gründung der Chopard Manufacture in Fleurier präsentiert Chopard einen Nachfolger für das Ursprungsmodell der L.U.C-Kollektion, die L.U.C 1860. Die neue Uhr bewahrt das Erscheinungsbild des Originals von 1996 und integriert zugleich die Neuerungen dreier Jahrzehnte hauseigener Uhrmacherei – unter anderem eine doppelte Federhaus-Architektur, eine Schwanenhalsfeinregulierung und die Auszeichnung mit dem Genfer Siegel.
Die L.U.C-Kollektion und ihr Ursprung
Die Kollektion trägt die Initialen von Louis-Ulysse Chopard, der 1860 seine Uhrmacherwerkstatt gründete und damit den Ursprung des Hauses legte. Das erste Kaliber der Manufacture, das L.U.C 96.01-L, markierte 1996 den Beginn einer Reihe, die seither alle wesentlichen Komplikationen der Haute Horlogerie umfasst.

In den Ateliers von Metalem, einem Teil der Chopard-Gruppe, arbeiten Guillocheure an dem Zifferblatt.
Beim Grand Prix d’Horlogerie de Genève wurde die Kollektion 2017 mit dem höchsten Preis, der Aiguille d’Or, für die Minutenrepetition L.U.C Full Strike ausgezeichnet.
Areuseblau: ein Goldzifferblatt mit handwerklicher Tiefenwirkung
Das Zifferblatt besteht aus massivem 18-karätigem Weißgold und ist von Hand guillochiert. Die Farbe »Areuseblau« ist vom gleichnamigen Fluss inspiriert, der durch das Val-de-Travers fließt und unweit der Manufaktur verläuft.

Das Kaliber L.U.C 96.40-L besitzt einen Sekundenstoppmechanismus zum genauen Einstellen der Uhrzeit.
Ein satinierter Stundenring trägt keilförmige Chevron-Stundenindizes in poliertem Weißgold; die Dauphine-Zeiger für Stunden und Minuten sind ebenfalls aus Weißgold gefertigt. Bei sechs Uhr ergänzt ein Hilfszifferblatt für die kleine Sekunde mit feinen Kreislinien das symmetrische Gesamtbild. Auf eine Datumsanzeige wurde verzichtet.
Kaliber L.U.C 96.40-L: ultradünn, doppelt federgetrieben
Im Inneren arbeitet das Kaliber L.U.C 96.40-L, eine direkte Weiterentwicklung des ersten Werks aus dem Gründungsjahr der Manufacture. Der Automatikaufzug erfolgt über einen gravierten Mikrorotor aus 22-karätigem Ethischem Gold. Dieser versorgt zwei übereinander gelagerte Federhäuser – die sogenannte Chopard Twin Technologie.
Die parallele Energieabgabe beider Federhäuser sorgt für eine gleichmäßigere Kraftübertragung ans Hemmungssystem und verbessert so die Ganggenauigkeit. Die Gangautonomie beträgt 65 Stunden. Das Werk schwingt mit 28.800 Halbschwingungen pro Stunde.
Die Unruhspirale besitzt eine Phillips-Endkurve; zur Feinabstimmung dient eine Schwanenhalsfeinregulierung. Die Brücken sind mit Genfer Streifen (Côtes de Genève) dekoriert, sämtliche Kanten angliert und poliert.
COSC und Genfer Siegel – doppelt zertifiziert
Alle L.U.C-Werke mit Sekundenanzeige durchlaufen die Prüfung der COSC (Contrôle Officiel Suisse des Chronomètres). Hinzu kommt das Genfer Siegel (Poinçon de Genève) – 1886 eingeführt und eine der ältesten Qualitätsauszeichnungen der Branche. Es zertifiziert Uhrwerk und Gehäuse gleichermaßen und schreibt vor, dass Montage, Regulierung und Gehäusefertigung im Kanton Genf erfolgen müssen.
Lucent Steel – Chopards Stahllegierung mit Goldglanz
Das Gehäuse misst 36,5 Millimeter im Durchmesser und 8,20 Millimeter in der Höhe. Es besteht aus Lucent Steel, einer von Chopard entwickelten Stahllegierung mit einem Recyclinganteil von 80 Prozent, die durch ein innovatives Umschmelzverfahren entsteht.

Montage, Regulierung und Gehäusefertigung erfolgen im Kanton Genf, um das Genfer Siegel zu erhalten.
Das Material zeichnet sich durch einen goldähnlichen Glanz, hypoallergene Eigenschaften und eine besonders hohe Abriebfestigkeit aus. beidseitig entspiegelte Saphirglas gibt den Blick auf das Zifferblatt frei; der ebenfalls in Saphirglas gefertigte Gehäuseboden zeigt das vollständig finissierte Werk. Die Wasserdichtheit beträgt drei Bar, das entspricht dem statischen Prüfdruck von 30 Metern Tiefe. Getragen wird die L.U.C 1860 (Ref. 168860-3005) an einem anthrazitgrauen Armband aus genarbtem Kalbsleder mit Ton-in-Ton-Naht; der Verschluss ist eine gravierte Dornschließe in Lucent Steel mit L.U.C-Signatur.
Technische Spezifikationen | Chopard L.U.C 1860
| ⌚ Gehäuse | Lucent Steel, Durchmesser 36,5 Millimeter, Bauhöhe 8,20 Millimeter |
|---|---|
| 💧 Wasserdichtheit | 3 Bar, das entspricht dem statischen Prüfdruck von 30 Metern Tiefe |
| 🔍 Glas | Saphirglas, beidseitig entspiegelt; Gehäuseboden in Saphirglas |
| 🕐 Anzeige | Stunden, Minuten (zentral); kleine Sekunde bei 6 Uhr; Stoppsekundenfunktion |
| 🔄 Aufzug | Automatik, Mikrorotor in 22 Karat Ethischem Gold, graviert |
| ⚙️ Kaliber | L.U.C 96.40-L, Chopard Twin Technologie (zwei Federhäuser), Schwanenhalsfeinregulierung, Phillips-Endkurve, COSC–Chronometerzertifikat, Genfer Siegel |
| ⏱️ Frequenz | 28.800 Halbschwingungen/h (4 Hz) |
| 🔋 Gangautonomie | 65 Stunden |
| 💎 Lagersteine | 29 |
| ✨ Veredelung | Genfer Streifen auf Brücken; anglierte und polierte Kanten; handguillochiertes Weißgold-Zifferblatt; Genfer Siegel |
| 🪢 Band | Anthrazitgraues Kalbsleder, genarbte Oberfläche, Ton-in-Ton-Naht; Dornschließe in Lucent Steel mit L.U.C-Gravur |
| 🔢 Referenz | 168860-3005 |
| 💶 Preis | 28.200 Euro |
Dass eine Stahluhr das Genfer Siegel trägt, ist tatsächlich selten; dass das Zifferblatt handguillochiertes Massivgold ist, ebenfalls. Wer sich für ein dermaßen schlichtes Modell ohne Datum und mit dezenten 36,5 Millimetern Durchmesser entscheidet, der weiß die Uhrmacherkunst, die in der Manufaktur Fleurier gelebt wird, wirklich zu schätzen.



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