In der Uhrmacherei bezeichnet »Colimaçon« (Snailing) einen spiralförmigen Zierschliff, bei dem kreisrunde Linien oder Bögen so angeordnet sind, dass der Eindruck einer Schnecke beziehungsweise Spirale entsteht. Er gehört wie Perlage, Genfer Streifen oder Sonnenschliff zur Finissage, also zur optischen Veredelung von Werk- oder Rotorteilen.
Der Perlschliff (Perlage) und der Colimaçon-Schliff unterscheiden sich vor allem im Musteraufbau: Perlage erzeugt ein Teppichmuster aus überlappenden Kreisen, Colimaçon ein spiralförmiges Bild. Das Werkzeug wird kontinuierlich oder in eng gesetzten Bögen entlang einer Kreis- oder Spiralbahn geführt, statt im Zeilenraster neu anzusetzen. Das Ergebnis ist ein deutlich gerichtetes, spiraliges Lichtspiel.

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