Neu in Platin interpretiert Jaeger-LeCoultre die Jaeger-LeCoultre Duomètre Heliotourbillon Perpetual – eine auf 20 Exemplare limitierte Armbanduhr mit dreiachsigem Heliotourbillon, Ewigem Kalender und Großdatum, die 2024 erstmals vorgestellt worden war.
Komlpexes Gehäuse aus Platin
Das Gehäuse aus 950er Platin misst 44 Millimeter im Durchmesser bei 14,7 Millimeter Bauhöhe. Seine 40 Einzelteile vereinen polierte, gebürstete und mikro-sandgestrahlte Oberflächen; die Bandanstöße sind angeschraubt.
Das gewölbte Saphirglas und die polierte Lünette greifen die Formensprache historischer Savonnette-Taschenuhren auf. Die Wasserdichtheit beträgt drei Bar, das entspricht dem statischen Prüfdruck von 30 Metern Tiefe. Das anthrazitfarbene Zifferblatt kombiniert opalisierende, gebürstete und azurierte Oberflächen. Die Anzeigen folgen einer dreieckigen Anordnung: Das Großdatum sitzt bei drei Uhr, die beiden Gangautonomie-Anzeigen flankieren die Zeitanzeige oben und unten.
Im oberen Bereich sind Mondphase und Wochentag ablesbar, im unteren Sektor Monat und Jahreszahl des Ewigen Kalenders. Das Heliotourbillon dreht sich auf der linken Zifferblattseite vor einem dunkelblau lackierten Hintergrund; ein Saphirglasfenster in der Gehäuseflanke gibt zusätzlich einen seitlichen Blick auf den Mechanismus frei.
Das Heliotourbillon
Das dreiachsige Tourbillon des Kalibers 388 gleicht Schwerkrafteinflüsse in mehr Tragelagen aus als ein einachsiges Tourbillon. Drei Käfige aus Titan drehen sich um unterschiedliche Achsen: Der erste Käfig ist in einem 90-Grad-Winkel zur Unruh angeordnet, der zweite in einem 90-Grad-Winkel zum ersten.

Das Tourbillon rotiert in unterschiedlichem Tempo um drei Achsen. Die Unruhspirale ist zylindrisch geformt.
Beide vollführen gemeinsam eine Umdrehung in 30 Sekunden um eine um 40 Grad geneigte Achse. Der dritte Käfig dreht sich senkrecht zum zweiten und benötigt für eine vollständige Umdrehung 60 Sekunden.
Das Tourbillon ist auf Keramikkugeln gelagert, besteht aus 163 Komponenten und wiegt weniger als 0,7 Gramm. Rote Dreiecke auf dem dritten Käfig zeigen 20-Sekunden-Intervalle auf einem Bogen aus Saphirglas an.
Duomètre-Konzept und Ewiger Kalender
Das 2007 patentierte Duomètre-Konzept trennt die Energieversorgung von Zeitmessung und Komplikationen: Zwei Federhäuser mit zwei separaten Räderwerken – verbunden durch ein gemeinsames Regulierorgan – sollen eine konstante Energieübertragung zur Hemmung gewährleisten. Das Kaliber 388 ist ein mechanisches Handaufzugswerk; die Unruh schwingt mit vier Hertz, das entspricht 28.800 Halbschwingungen in der Stunde.

Der patentierte Duometre-Mechanismus verfügt über zwei Federhäuser und zwei separate Räderwerke in einem Kaliber, die mit einem einzigen Regulierorgan verbunden sind.
Jedes Federhaus bietet eine Gangautonomie von 46 Stunden. Der Ewige Kalender berücksichtigt automatisch Monatslängen und Schaltjahre und benötigt bis 2100 keine Korrektur – danach nur noch in den vollen Hunderterjahren, die keine Schaltjahre sind. Stunden und Minuten lassen sich im und gegen den Uhrzeigersinn stellen, ohne den Kalender zu beeinflussen. Bei Ewigen Kalendern ist das Rückwärtsstellen der Zeiger in der Regel nicht möglich, da es den Mechanismus beschädigen kann.

Jaeger-LeCoultre hat den Ewigen Kalender so konstruiert, dass er vor- wie rückwärts gestellt werden kann.
Die letzte Ziffer eines Schaltjahres erscheint in roter Farbe – ein Patent der Manufaktur. Die Mondphasenanzeige weicht nach Herstellerangaben erst nach 122 Jahren um einen Tag ab. Das Kaliber trägt Veredelungen auch auf Komponenten, die der Saphirglasboden nicht freigibt: Perlage, handanglierte und polierte Kanten sowie Genfer Streifen (Côtes de Genève soleillées) verlaufen nahtlos über die Brücken.
Entwicklung, Fertigung und Veredelung des Kalibers erfolgen vollständig in der Manufaktur im Vallée de Joux. Das fünfreihige Armband aus 950er Platin wurde eigens für diese Version entwickelt. Jedes Glied ist entlang der Achse von zwölf bis sechs Uhr individuell gewölbt und beidseitig gebürstet sowie angliert, um die wechselnden Finishes des Gehäuses aufzugreifen. Den Abschluss bildet eine Schließe aus 750er Weißgold. Die Jaeger-LeCoultre Duomètre Heliotourbillon Perpetual in Platin kostet 595.000 Euro.
Technische Spezifikationen | Jaeger-LeCoultre Duomètre Heliotourbillon Perpetual
| ⌚ Gehäuse | Platin 950/1000, 44 mm Durchmesser, 14,7 mm Bauhöhe, 40 Bauteile |
|---|---|
| 💧 Wasserdichtheit | 3 Bar, das entspricht dem statischen Prüfdruck von 30 Metern Tiefe |
| 🔍 Glas | Saphirglas gewölbt; Saphirglasfenster Gehäuseflanke; Saphirglasboden |
| 🕐 Anzeige | Stunden, Minuten, Sekunden; dreiachsiges Heliotourbillon; Ewiger Kalender (Wochentag, Datum, Monat, Jahr, Schaltjahr-Indikation); Großdatum; Mondphase; zwei Gangautonomie-Anzeigen |
| 💡 Leuchtmittel | [Leuchtmittel nachtragen] |
| 🔄 Aufzug | Handaufzug |
| ⚙️ Kaliber | Jaeger-LeCoultre 388, mechanisch |
| ⏱️ Frequenz | 4 Hz, das entspricht 28.800 Halbschwingungen in der Stunde |
| 🔋 Gangautonomie | 46 Stunden je Federhaus |
| 💎 Lagersteine | 89 Lagersteine |
| ✨ Veredelung | Perlage, Handanglierung, Genfer Streifen (Côtes de Genève soleillées), gebürstete und polierte Flächen |
| 🪢 Band | Fünfreihiges Platinarmband 950/1000; Schließe aus Weißgold 750/1000 |
| 📦 Auflage | 20 Exemplare |
| 🔢 Referenz | Q6206150 |
| 💶 Preis | 595.000 Euro |
Mit der Kombination aus dreiachsigem Heliotourbillon, Duomètre‑Architektur und Ewigem Kalender lässt die Manufaktur aus Le Sentier ihre uhrmacherischen Muskeln gewaltig spielen. Der Energiehunger eines dreiachsigen Tourbillons ist recht aisgeprägt, dem kommt die Konstruktion mit zwei separaten Federhäusern für das Regulierorgan wie den Zeitanzeigen natürlich sehr entgegen, So wird auch die alltagstaugliche Frequenz mit 28.800 Halbschwingungen möglich. Gestalterisch finde ich das Modell trotz der vielen Anzeigen sehr übersichtlich. Ein Schaustück für Kenner und Genießer, die sich schmerzfrei von ihren Finanzen lösen können.





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