20 Jahre nach seinem Debüt kehrt das Kaliber 978 von Jaeger-LeCoultre in einem grundlegend überarbeiteten Gewand zurück: Die neue Master Grande Tradition Tourbillon Jumping Date zeigt, wie Jaeger-LeCoultre eine preisgekrönte Konstruktion mit verfeinerten Haute-Horlogerie-Veredelungen neu erfindet.

Ein Tourbillon mit Chronometrie-Geschichte

Das Kaliber 978 schrieb drei Jahre nach seinem Debüt Geschichte: 2009 gewann es den ersten modernen Chronometriewettbewerb, der in Anlehnung an die Observatoriumswettbewerbe des 19. Jahrhunderts organisiert worden war und anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Musée d’Horlogerie du Locle stattfand.

Das Zeigerdatum überspringt um Mitternacht vom 15. auf den 16. des Monats den Ausschnitt des Tourbillons.

Das Zeigerdatum überspringt um Mitternacht vom 15. auf den 16. des Monats den Ausschnitt des Tourbillons.

Zwei unabhängige offizielle Stellen bewerteten dabei nicht nur die Ganggenauigkeit der Uhrwerke, sondern auch ihre Beständigkeit gegenüber Stößen und Magnetfeldern unter realen Tragebedingungen. Das Regulierorgan der neuen Uhr besteht aus 77 Komponenten und wiegt weniger als ein halbes Gramm.

Das Tourbillon besteht aus 77 Komponenten und wiegt weniger als 0,5 Gramm.

Das Tourbillon besteht aus 77 Komponenten und wiegt weniger als 0,5 Gramm.

Sein einminütiger Umlauf ist durch eine breite Öffnung im Zifferblatt jederzeit frei einsehbar. Ergänzt wird die Anzeige durch eine 24-Stunden-Scheibe, die unabhängig von den Hauptzeigern eingestellt werden kann: Im synchronisierten Betrieb zeigt sie AM/PM an, separat gestellt fungiert sie als zweite Zeitzone.

Das springende Datum

Eine charakteristische Funktion des Kalibers 978 ist das springende Datum: Die Datumszahlen sind auf der Peripherie des Zifferblatts angeordnet, wobei 15 und 16 links und rechts der Tourbillon-Öffnung platziert sind – mit fast 90 Grad Abstand zueinander.

Der Datumszeiger besitzt einen rot lackierten Abschluss mit dem JL-Logo.

Der Datumszeiger besitzt einen rot lackierten Abschluss mit dem JL-Logo.

Schlagen die Zeiger Mitternacht, springt der Datumszeiger präzise auf den nächsten Tag und gibt dabei die Sicht auf das Regulierorgan vollständig frei. Für das neue Modell wurde das Zifferblatt mit einem zweiten Ausschnitt bei neun Uhr ergänzt, der den Auslösemechanismus dieses schnellen Sprungs offenlegt. Eine weitere Öffnung bei zwei Uhr gewährt Einblick auf die strukturellen Schrauben eines Radzapfens und verleiht dem Blatt zugleich optische Balance.

Veredelung in zehn Techniken

Für die neue Variante wurde das Kaliber 978 mit 305 Komponenten neu strukturiert. Acht Ateliers der Manufaktur arbeiteten an seiner Veredelung und wandten insgesamt zehn verschiedene Techniken an – darunter Perlage, Anglage, geradliniges Bürsten, Sonnenschliff, Genfer Streifen, Sandstrahlung und Diamantpolieren.

Das Design desAufzugsmechanismus wurde vom originalen Kaliber 978 übernommen.

Das Design des Aufzugsmechanismus wurde vom originalen Kaliber 978 übernommen.

Die beiden oberen Tourbillonbrücken sowie die 24-Stunden-Scheibe aus 18 Karat Weißgold erhielten ihr abgerundetes Halbmondprofil durch die Haute-Horlogerie-Technik des Berçage – ein schrittweises, schaukelndes Polieren mit der Polierfeile. Die durch den transparenten Saphirglas-Boden sichtbaren Rückbrücken tragen die charakteristischen Genfer Streifen der Manufaktur. Der Automatikaufzug verfügt über eine Monoblock-Schwungmasse aus 22 Karat Rotgold mit großzügigem Ausschnitt, der den freien Blick auf das Tourbillon sichert.

Zifferblatt: Blaues Emaille, goldene Tiefe

Das Zifferblatt kombiniert dunkelblaues, durchscheinendes Grand‑Feu‑Emaille mit einem guillochierten Gerstenkorn-Muster auf der Rotgoldplatine darunter. Die applizierten Stundenindizes und Zeiger sind aus 18 Karat Rotgold gearbeitet; ein langer goldener Datumzeiger mit rotem JL-Logo an der Spitze sowie ein roter Zeiger für die 24-Stunden-Anzeige komplettieren das Bild.

Das Kaliber 978 gewann 2009 den ersten modernen Chronometriewettbewerb.

Das Kaliber 978 gewann 2009 den ersten modernen Chronometriewettbewerb.

Das hochglanzpolierte 42-Millimeter-Gehäuse aus 18 Karat Rotgold besteht aus 60 Komponenten und vereint gebürstete und mikro-sandgestrahlte Flächen. Die Master Grande Tradition Tourbillon Jumping Date trägt ein klassisches schwarzes Alligatorlederarmband mit feiner Alligatorleder-Unterfütterung und einer Faltschließe aus 18 Karat Rotgold.

Technische Spezifikationen | Jaeger-LeCoultre Master Grande Tradition Tourbillon Jumping Date

⌚ Gehäuse 18 Karat Rotgold (750/1000), Durchmesser 42 mm, Bauhöhe 12,5 mm
💧 Wasserdichtheit 5 Bar, das entspricht dem statischen Prüfdruck von 50 Metern Tiefe
🔍 Glas Saphirglas, transparenter Saphirglas-Boden
🕐 Anzeige Stunden, Minuten, Sekunden (Tourbillon-Hilfszifferblatt), springendes Datum, 24-Stunden-Anzeige / zweite Zeitzone, einminütiges Tourbillon
🔄 Aufzug Automatik, Monoblock-Schwungmasse 22 Karat Rotgold mit Ausschnitt
⚙️ Kaliber Jaeger-LeCoultre 978, 305 Komponenten
⏱️ Frequenz 28.800 Halbschwingungen/h (4 Hz)
🔋 Gangautonomie 45 Stunden
✨ Veredelung Perlage, Hand-Anglage, Genfer Streifen, Berçage, Sonnenschliff, Diamantpolieren
🪢 Band Schwarzes Alligatorleder mit Alligatorleder-Unterfütterung, Faltschließe 18 Karat Rotgold
📦 Auflage 100 Exemplare
🔢 Referenz Q4202480
💶 Preis 143.000 Euro

Der neue Auftritt des Kalibers 978 fällt optisch beeindruckend aus und unterstreicht die uhrmacherischen Fähigkeiten und die Qualität der Handwerkskunst der Manufaktur. Das eigentliche technische Highlight ist der sichtbare Datumsmechanismus bei neun Uhr, dessen Antriebssektor den eleganten Sprung des Datumszeigers vom 15. auf den 16. um Mitternacht inszeniert. Dieser ist allerdings nur einmal im Monat um Mitternacht zu bewundern. Die Gehäusedimensionen sind an der oberen Grenze dessen, was eine Dress Watch verträgt.

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