In der Geschichte der mehrachsigen Tourbillons hat Jaeger-LeCoultre viele Meilensteine gesetzt – mit der Jaeger-LeCoultre Master Hybris Inventiva Gyrotourbillon à Stratosphère legt Jaeger-LeCoultre nun das technisch ambitionierteste Kapitel dieser Reihe vor: ein dreiachsiges Tourbillon, das 98 Prozent aller möglichen Handgelenkpositionen abdeckt und damit die Auswirkungen der Schwerkraft auf die Ganggenauigkeit nahezu vollständig neutralisiert.

Das dreiachsige Tourbillon deckt 98 Prozent aller möglichen Handgelenkpositionen ab.

Das dreiachsige Tourbillon deckt 98 Prozent aller möglichen Handgelenkpositionen ab.

Die Uhr markiert zugleich den Auftakt einer neuen Linie innerhalb der Hybris-Familie: Hybris Inventiva.

Drei Serien, eine Manufakturphilosophie

Die Hybris-Familie von Jaeger-LeCoultre gliedert sich in drei Linien: Die 2003 lancierte Hybris Mechanica vereint mehrere überarbeitete Komplikationen in einem einzigen Kaliber; die 2014 gestartete Hybris Artistica kombiniert bestehende Komplikationsuhren mit handwerklichen Veredelungen der Métiers-Rares-Ateliers.

Das Tourbillon der Hybris Inventiva rotiert in drei Achsen um sich selbst.

Das Tourbillon der Hybris Inventiva rotiert in drei Achsen.

Die neue Hybris Inventiva hingegen setzt auf ein einziges technisches Alleinstellungsmerkmal pro Uhr – das Kaliber 178 mit dem Gyrotourbillon à Stratosphère eröffnet diese neue Reihe.

Ein Tourbillon im Tourbillon im Tourbillon

Als Jaeger-LeCoultre 2004 das erste Gyrotourbillon vorstellte, deckte dessen zweiachsige Konstruktion bereits 70 Prozent der möglichen Lagen ab.

Das Gyrotourbillon des Kalibers 178 besteht aus 189 Bauteilen und wiegt nur 0,783 Gramm.

Das Gyrotourbillon des Kalibers 178 besteht aus 189 Bauteilen und wiegt nur 0,783 Gramm.

Vier weitere Generationen folgten: eine auf das Gehäuse der Reverso zugeschnittene Konstruktion, das erste fliegende Modell mit sphärischer Spiralfeder, ein vollständig fliegendes und bis heute schnellstes Gyrotourbillon sowie eine fünfte Generation mit integriertem Constant-Force-Mechanismus.

Alle Komponenten werden sorgfältig von Hand angliert, darunter auch die 18 Käfigelemente.

Alle Komponenten werden sorgfältig von Hand angliert, darunter auch die 18 Käfigelemente.

Das Gyrotourbillon à Stratosphère, benannt nach der turbulenzfreien Schicht der Erdatmosphäre, ist ein Tourbillon im Tourbillon im Tourbillon: Drei Käfige aus Titan rotieren entlang der X-, der Y- und der Z-Achse mit drei verschiedenen Geschwindigkeiten – der innere Käfig einmal alle 20 Sekunden, der mittlere einmal pro Minute, der äußere einmal alle 90 Sekunden.

Insgesamt 46 Innenwinkel sind angliert, was nur von Hand zu bewerkstelligen ist.

Insgesamt 46 Innenwinkel sind angliert, was nur von Hand zu bewerkstelligen ist.

Um die isochrone Leistung zu optimieren, ist das Regulierorgan mit einer zylindrischen Unruhspirale ausgestattet, die einen konzentrischen Schwung in jeder Lage ermöglicht – unabhängig von Amplitude, Position und Gangautonomie. Zur Reibungsminimierung laufen die Achsen auf Keramikkulagern.

Zwei exzentrische Zifferblattringe zeigen Stunden und Minuten sowie die Sekunden rund um das Tourbillon.

Zwei exzentrische Zifferblattringe zeigen Stunden und Minuten sowie die Sekunden rund um das Tourbillon.

Trotz seiner 189 Einzelteile wiegt das Gyrotourbillon à Stratosphère nur 0,783 Gramm. Für das Tourbillon allein wurden mehrere Patente angemeldet.

Kaliber 178: Das Werk als Gesamtkunstwerk

Erstmals fanden Veredelungstechniken, die eigentlich Zifferblättern vorbehalten sind, auch auf Federhausdeckeln sowie Platinen und Brücken Anwendung.

Auch Elemente des Uhrwerks sind guillochiert, was sonst nur auf Zifferblättern üblich ist.

Auch Elemente des Uhrwerks sind guillochiert, was sonst nur auf Zifferblättern üblich ist.

16 Techniken kamen dabei zum Einsatz: Perlage, Genfer Streifen, Guillochierung, Emaillierung, Sonnenschliff, Anglierung, Diamantpolieren, Sandstrahlung, Polieren, Flachpolieren, gerade Körnung, geradliniges und kreisförmiges Bürsten, Azurierung, Läppen sowie Lackierung.

Die Zifferblattringe sind guillochiert und mit blauer Emaille überzogen.

Die Zifferblattringe sind guillochiert und mit blauer Emaille überzogen.

Besonders aufwändig ist die Anglierung: An 55 Einzelteilen – darunter 20 Brücken, 18 Käfigelemente, elf Zahnräder und sechs weitere Komponenten – wurden die Kanten von Hand abgeschrägt. Allein dieser Arbeitsschritt nimmt 65 Stunden in Anspruch und schließt 46 Innenwinkel ein. 33 Uhrwerkskomponenten wurden aus Massivgold gefertigt.

Das zweigeteilte Zifferblatt

Die Zifferblattseite zeigt zwei exzentrisch positionierte Ringe: Das obere Hilfszifferblatt für Stunden und Minuten ist in der Mitte skelettiert und gibt den Blick auf die Zeigerwelle sowie Teile der veredelten Federhäuser frei. Der zweite Ring bei sechs Uhr rahmt das dreiachsige Tourbillon ein und trägt eine 30-Sekunden-Skala, die über einen kleinen roten Zeiger abgelesen wird.

Die sichtbaren Brücken aus 18 Karat Weißgold sind mit blauem Lack veredelt.

Die sichtbaren Brücken aus 18 Karat Weißgold sind mit blauem Lack veredelt.

Die Werkplatinen aus 18 Karat Weißgold wurden mit Sonnenschliff versehen und mit durchscheinendem blauem Email beschichtet; die skelettierten Brücken sowie die gravierten Federhausdeckel erhielten passenden blauen Lack. Der transparente Boden aus Saphirglas gewährt Einblick in das Uhrwerkträgersystem mit Brücken aus massivem 18 Karat Weißgold, traditionell veredelt mit Genfer Streifen, anglierten Kanten und polierten Oberflächen.

Die Tourbillon-Brücke ist aus Edelstahl gefertigt, das sie ein robusteres Material erfordert.

Die Tourbillon-Brücke ist aus Edelstahl gefertigt, da sie ein robusteres Material erfordert.

53 Lagersteine, teils in Gold-Chatons gefasst, setzen mit ihrer tiefroten Färbung einen Kontrapunkt zur monochromen Weißgold-Stahl-Ästhetik. Das 42 Millimeter große Gehäuse aus Platin (950/1000) misst 16,15 Millimeter in der Bauhöhe. Die Wasserdichtheit beträgt fünf Bar, das entspricht dem statischen Prüfdruck von 50 Metern Tiefe.

Die Brücken des Uhrwerkträgersystems bestehen aus 18 Karat Weißgold.

Die Brücken des Uhrwerkträgersystems bestehen aus 18 Karat Weißgold.

Das Handaufzugskaliber 178 arbeitet mit vier Hz (28.800 Halbschwingungen pro Stunde) und bietet eine Gangautonomie von 72 Stunden. Das Armband aus blauem Alligatorleder mit feiner Unterfütterung wird von einer verstellbaren Faltschließe aus 18 Karat Weißgold gesichert.

Technische Spezifikationen | Jaeger-LeCoultre Master Hybris Inventiva Gyrotourbillon à Stratosphère

⌚ Gehäuse Platin (950/1000), Durchmesser 42 Millimeter, Bauhöhe 16,15 Millimeter
💧 Wasserdichtheit 5 Bar, das entspricht dem statischen Prüfdruck von 50 Metern Tiefe
🔍 Glas Saphirglas, Saphirglasboden
🕐 Anzeige Stunden, Minuten (dezentrales Hilfszifferblatt); Sekunden über dreiachsiges Gyrotourbillon à Stratosphère (bei 6 Uhr)
🔄 Aufzug Handaufzug
⚙️ Kaliber Jaeger-LeCoultre Kaliber 178
⏱️ Frequenz 4 Hz / 28.800 Halbschwingungen pro Stunde
🔋 Gangautonomie 72 Stunden
💎 Lagersteine 53, teils in Gold-Chatons
✨ Veredelung Perlage, Genfer Streifen, Guillochierung, Emaillierung, Sonnenschliff, Anglierung, Diamantpolieren, Sandstrahlung, Polieren, Flachpolieren, gerade Körnung, geradliniges und kreisförmiges Bürsten, Azurierung, Läppen, Lackierung (16 Techniken)
🪢 Band Alligatorleder, Blau, mit Unterfütterung; verstellbare Faltschließe aus 18 Karat Weißgold
🔢 Auflage 20 nummerierte Exemplare
🔢 Referenz Q5306480
💶 Preis 560.000 Euro

Das jüngste Gyrotourbillon von Jaeger-LeCoultre ist ein uhrmacherisches Spektakel, und die ästhetische Überwindung der Grenze zwischen Zifferblatt und Uhrwerk macht sie zu einem kinetischen Kunstwerk. Auf dem uhrmacherischen Gipfel treffen sich die Duc Attelé von Hermès mit ihrem dreiachsigen Tourbillon, das mit beachtlichen fünf Hertz arbeitet und zusätzlich eine Minutenrepetition bietet, und das Quadruple Tourbillon von Greubel Forsey, das zwei Doppel‑Tourbillons über ein Differential miteinander synchronisiert.

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