Während die erste wasserdichte Oyster-Uhr aus dem Jahr 1926 in einem Goldgehäuse vorgestellt wurde, begann Rolex bereits zu Beginn der 1930 Jahre Modelle mit Gehäusen aus Edelstahl zu liefern.
Mit den Oyster‑Sportmodellen der 1950er (Submariner, Explorer, GMT‑Master) wird Stahl endgültig zum Kernmaterial der Marke.
Rolex baut das Konzept »robuste Stahluhr mit Oyster‑Case« in der Folge systematisch aus. Beginnend mit der Submariner Date verwendet Rolex ab 1984 als erste Uhrenmarke Edelstahl der Sorte »904L«. Ihr hoher Anteil an Nickel, Chrom und Molybdän plus Kupfer und der geringe Kohlenstoffgehalt macht sie korrosionsbeständig, besonders in salzhaltigem Wasser und bei der Einwirkung von Schweiß.

Das Stanzen von Oystersteel erfordert extrem harte Werkzeuge, die teilweise mit Wolframkarbid beschichtet sind.
904L ist verschleißfest, lässt sich sehr glänzend auspolieren und hält diesen Glanz lange. 904L ist verarbeitungstechnisch anspruchsvoller als der »Chirurgenstahl« 316L.
Nach einem ersten Guss wird die Legierung unter Vakuum erneut geschmolzen, um sie zu reinigen und Einschlüsse zu entfernen, die die Korrosionsbeständigkeit beeinträchtigen und zu Fehlern bei der Endbearbeitung führen könnten. Seit dem Jahr 2018 bezeichnet Rolex diese Legierung als »Oystersteel«, ohne dass an der Zusammensetzung Änderungen vorgenommen wurden.



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