Zum Doppeljubiläum 2026 stellt Ulysse Nardin eine von Grund auf überarbeitete Version seines unkonventionellsten Modells vor: Der Ulysse Nardin Freak X erscheint in einer neuen Generation mit vollständig neuem Kaliber, neuem Gehäusekonzept und deutlich gesteigerter Wasserdichtheit.
Den Rahmen bilden zwei Jahrestage: 180 Jahre Firmengeschichte seit der Gründung 1846 in Le Locle sowie 25 Jahre seit der Markteinführung des originalen Freak im Jahr 2001.
Für den Ursprungs-Freak zeichnete Dr. Ludwig Oechslin verantwortlich; er verzichtete konsequent auf Zeiger, Zifferblatt und Krone.
Den Freak One zeichnete der Grand Prix d’Horlogerie de Genève zuletzt in der Kategorie »Ikonischste Uhr« aus. Die Entwicklung der neuen Generation beanspruchte nach Herstellerangaben mehr als zwei Jahre.
Komplett neues Kaliber UN-232
Das Manufakturkaliber UN-232 wurde vollständig neu konstruiert. Es arbeitet mit der fliegenden Karussellarchitektur der Freak-Familie: Das Uhrwerk selbst zeigt die Zeit an. Der rotierende Käfig dreht sich einmal pro Stunde für die Minutenanzeige; die Stunden erscheinen über einen Zeiger auf einer rotierenden Scheibe. Das Karussell läuft ohne obere Brücke und bleibt vollständig sichtbar.
Erstmals in einem Freak X kommt eine Hemmung aus »Diamonsil« zum Einsatz – eine diamantbeschichtete Siliziumbehandlung, die Hemmungsrad und Anker gegen mechanische Beanspruchung schützen soll. Das Bauteil ist nach Herstellerangaben jährlich mehr als 250 Millionen Impulsen ausgesetzt. Unruh und Spiralfeder aus Silizium – beide überdimensioniert ausgeführt – stammen aus dem konzerneigenen Siliziumlabor Sigatec. Das UN-232 vereint fünf der insgesamt 35 Freak-Patente, darunter eine temperaturkompensierte Siliziumspirale und eine ovale Spiralfedergeometrie.
Erstmals treibt in einem Freak-Modell ein Mikrorotor aus Roségold den Automatikaufzug an; er ist vollständig ins Kaliber integriert und durch den Gehäuseboden sichtbar. Das UN-232 zählt 216 Bauteile und 27 Lagersteine. Die Frequenz beträgt drei Hertz (21.600 Halbschwingungen pro Stunde), die Gangautonomie beläuft sich auf 72 Stunden. Gefertigt und von einem einzigen Uhrmacher von Anfang bis Ende montiert wird das Kaliber in der Manufaktur in La Chaux-de-Fonds.
Neues Gehäuse: kompakter und robuster
Das Gehäuse schrumpft von 43 auf 41 Millimeter Durchmesser.
Die sichtbare Bauhöhe sinkt von 10,7 auf 10,35 Millimeter (effektiv 13,60 Millimeter einschließlich Glas). Statt der bisherigen modularen Titan-Architektur setzt die neue Generation auf ein Monoblock-Gehäuse aus zu 80 Prozent recyceltem Stahl; alternativ ist massives Roségold erhältlich. Das neu entwickelte boxförmige Saphirglas bietet eine größere Öffnung als beim Vorgänger und gibt den Blick auf das fliegende Karussell frei.
Erheblich verbessert wurde die Wasserdichtheit: Die neue Generation erreicht zehn Bar, das entspricht dem statischen Prüfdruck von 100 Metern Tiefe – gegenüber fünf Bar (50 Meter) beim Vorgänger. Ermöglicht wird dies unter anderem durch eine verschraubte Krone.
Veredelung und drei Ausführungen
Stunden- und Minutenanzeigen sowie die Unruhbrücke sind von Hand angliert. Applizierte Indizes tragen weißes Super-Luminova. Am Gehäuseboden wechseln sich satinierte, gekörnte und polierte Oberflächen ab. Der roségoldene Mikrorotor hängt zwischen zwei symmetrischen Brücken, die das gegenüberliegende Federhaus widerspiegeln; beide Brücken sind durch eine filigrane Wendelung hervorgehoben.
Alle drei Modelle verfügen über ein werkzeugfreies Schnellwechselsystem für Armbänder; neun Optionen sind kompatibel. Der Freak X Grey wird mit einem hellbraunen Kalbslederband und Stahlfaltschließe ausgeliefert, der Freak X Blue mit einem integrierten Gliederarmband aus recyceltem Stahl. Die Roségold-Ausführung Freak X Gold trägt ein schwarzes Alligatorlederband mit Faltschließe aus Roségold.
Technische Spezifikationen | Ulysse Nardin Freak [X]
| ⌚ Gehäuse | 41 mm Durchmesser; Bauhöhe 10,35 mm (sichtbar) / 13,60 mm (effektiv); 80 Prozent recycelter Stahl, satiniert, sandgestrahlt und poliert (Grey, Blue) / Roségold (Gold) |
|---|---|
| 💧 Wasserdichtheit | 10 Bar – das entspricht dem statischen Prüfdruck von 100 Metern Tiefe |
| 🔍 Glas | Saphirglas, Box-Form; Gehäuseboden: Saphirglas |
| 🕐 Anzeige | Stunden, Minuten; fliegendes Karussell (eine Umdrehung pro Stunde) |
| 💡 Leuchtmittel | Super-Luminova (weiß), applizierte Indizes |
| 🔄 Aufzug | Automatik, integrierter Mikrorotor aus Roségold |
| ⚙️ Kaliber | UN-232, Manufakturkaliber; 216 Bauteile; Diamonsil-Hemmung; Siliziumspirale und Siliziumunruh (Sigatec) |
| ⏱️ Frequenz | 3 Hz, das entspricht 21.600 Halbschwingungen in der Stunde |
| 🔋 Gangautonomie | 72 Stunden |
| 💎 Lagersteine | 27 Lagersteine |
| ✨ Veredelung | Satiniert, sandgestrahlt, poliert; Anzeigen und Unruhbrücke handangliert; rhodinierte Brücke (Grey, Blue) / rosévergoldete Brücke (Gold) |
| 🪢 Band | Hellbraunes Kalbslederband, Faltschließe Stahl (Grey) / integriertes Stahlgliederarmband (Blue) / Alligatorlederband schwarz, Faltschließe Roségold (Gold); alle Bänder werkzeuglos austauschbar (9 Optionen kompatibel) |
| 🔢 Referenz | 2323-500-1A/0A (Grey) / 2323-500-3A/7A (Blue) / 2322-500-2A/1A (Gold) |
| 💶 Preis | 36.880 Euro (Grey) / 37.970 Euro (Blue) / 57.240 Euro (Gold) |
Die überarbeitete Kollektion der Freak X bewahrt die revolutionäre Freak-Idee von Ludwig Oechslin mit dem rotierenden Werk als Zeitanzeiger ohne Zeiger und Zifferblatt. Die erste Freak-X-Kollektion von 2019 hatte bereits einen Krone für den Aufzug und die Zeiteinstellung hinzugefügt. Das veränderte die Positionierung von der Sammleruhr weg zu einem alltagstauglicheren Uhrenmodell. Dem Weg folgt die neue Kollektion mit dem verringerten Durchmesser, der diamantbeschichteten Silizium-Hemmung und der verbesserten Wasserdichtheit konsequent.















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