Seit mehr als 25 Jahren fertigt Maurice Lacroix Uhren mit retrograder Anzeigen und präsentiert aus diesem Anlass die Maurice Lacroix 1975 Master Grand Date Retrograde.
Ihr 26. Masterpiece-Kaliber ist ausgestattet mit einer retrograden Tagesanzeige, einer Großdatum-Anzeige und einer auffälligen skelettierten Darstellung. Zu sehen ist unter einem Box-Saphirglas die Grundplatine mit einer sandgestrahlten Oberfläche. Die Brücken sind mit einem Trait-tirée-Dekor verziert und rhodiniert. Die trapezförmigen Stunden- und Minutenzeiger sind mit weißer Super-Luminova versehen, die im Dunkeln grünlich leuchten.
Die beiden Scheiben der Großdatumsanzeige zeigen Zehner und Einer an. Der blaue Zeiger der retrograden Anzeige im unteren Bereich des Zifferblatts beginnt seine wöchentliche Reise bei »Montag« und wandert anschließend nach rechts über der gebogenen Skala aus Saphirglas. Sobald er seinen Endpunkt erreicht und der Sonntag abgeschlossen ist, springt er blitzartig nach links zurück und ein neuer Wochenzyklus beginnt.
Das 42 Millimeter große Gehäuse aus Edelstahl mit gebürsteten und polierten Oberflächen ist mit einem Sichtboden ausgestattet, der den Blick auf das automatische Masterpiece-Kaliber ML302 freigibt. Dieses ist mit verschiedenen Finissierungen wie Genfer Streifen (Côtes de Genève), Perlage und Colimaçon verziert. Das Basiswerk SW200-1 stammt vom Werkehersteller Sellita.
Es ist mit vier Hertz getaktet, das entspricht 28.800 Halbschwingungen in der Stunde, besitzt 39 Lagersteine und bietet eine Gangautonomie von 38 Stunden. Die retrograde Wochentagsanzeige und das Großdatum sind mit Hilfe eines aufgesetzten Moduls realisiert. Die 1975 Master Grand Retrograde ist wasserdicht bis fünf Bar, das entspricht dem Prüfdruck von 50 Metern Tiefe. Das schwarze Lederarmband in Alligator-Optik ist mit einem polierten M-Logo versehen und besitzt eine Edelstahlfaltschließe.
Maurice Lacroix 1975 Master Grand Date Retrograde, Edelstahl mit Lederband, 7.950 Euro
Im Jahr 1999 lancierte Maurice Lacroix mit der Masterpiece Calendrier ihr erstes Modell mit einer retrograden Anzeige. 2002 folgte die Double Retrograde. Damit folgte die Marke der Popularisierung dieser Anzeige in der Haute Horlogeri mit Beginn der 1990er Jahre durch Marken wie Vacheron Constantin, Patek Philippe, Roger Dubuis, Daniel Roth oder F.P. Journe und führte sie in der gehobenen Mittelklasse ein. Die Komplikationen sind klar inszeniert und lassen sich bei der Arbeit beobachten. Mich stört nur die Bezeichnung eines Modulaufbaus auf einem Standardwerk als Manufakturkaliber.





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