In der Haute Horlogerie ist Palladium in jüngerer Zeit vom Nebendarsteller zum strategischen Schlüsselmetall avanciert. Es formt heute die Grundlage vieler proprietärer Gold‑ und Platinlegierungen, mit denen Marken Farbe, Härte und Beständigkeit ihrer Gehäuse feinjustieren.
Palladium gehört zur Gruppe der Platinmetalle und bringt eine Kombination aus hoher Korrosionsbeständigkeit, relativ geringem Gewicht und heller, neutralweißer Farbe mit. In Legierungen wirkt es als »Aufheller« und Stabilisator: Es verleiht Gold und Platin einen kühlen, gleichmäßigen Ton, ohne dass die Oberfläche zwingend rhodiniert werden muss.
Palladium kommt in vielen Goldlegierungen zum Einsatz
Uhrenmarken gelingt so ein ästhetisch kontrollierbarer Weiß‑ oder Champagnerton, der auch nach Jahren nicht ins Gelbliche kippt. In der Praxis ist Palladium heute aus vielen Weißgoldrezepturen der Haute Horlogerie nicht mehr wegzudenken. Während früher nickelhaltige Weißgoldlegierungen verbreitet waren, setzen hochwertige Manufactures vermehrt auf palladiumbasierte Mischungen, wie die Tabelle zeigt.
| Goldlegierung | Marke | Rolle von Palladium |
|---|---|---|
| Everose Gold | Rolex | Stabilisiert den warmen Roséton, verhindert Ausbleichen und unterstützt die Kratz- und Anlaufbeständigkeit. |
| Sedna Gold | Omega | Ersetzt Silber in der Legierung, fixiert den Rotton und sorgt für ein dauerhaft »stabiles« Roségold. |
| Moonshine Gold | Omega | Hält den hellen Gelbgoldton über Jahre konstant und reduziert das Nachdunkeln gegenüber klassischem Gelbgold. |
| Canopus Gold | Omega | Trägt zum sehr hellen, platinnahen Weißton bei und unterstützt Korrosionsbeständigkeit und Glanzhaltbarkeit. |
| Sand Gold | Diverse | Hilft, den Beigeton zwischen Gelb- und Weißgold präzise zu treffen und farblich zu stabilisieren. |
| Breguet Gold | Breguet | Modernisiert historische Goldlegierungen. Palladium optimiert Farbe, Härte und Alltagstauglichkeit. |

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