Swatch ist mit der Flymagic die erste Marke der Swatchgroup, welche mit der neuen Nivachron-Spiralfeder ausgestattet wird. Die gemeinsam mit Audemars Piguet entwickelte Spiralfeder besteht aus einer Titanlegierung und besitzt außergewöhnliche paramagnetische Merkmale. Sie verringert laut Hersteller die schädlichen Einflüsse der Magnetfelder je nach Uhrwerkstyp um den Faktor 10. Das zu 100 Prozent in der Schweiz hergestellte Bauteil ist zudem sehr temperaturwechselbeständig und äußerst stossfest, wodurch sich die chronometrische Leistung deutlich verbessern soll. In Zukunft werden alle Sistem51-Modelle mit einer Nivachron-Spiralfeder ausgeliefert. Doch zunächst startet Swatch mit drei Modellen, die jeweils auf 500 Exemplare limitiert sind.

Die Uhrennummerierung befindet sich auf dem Ring in der Mitte des Uhrwerks. Das 45-Millimeter-Edelstahlgehäuse besitzt ein Saphirkristallglas. Das Uhrwerk wird aus insgesamt 66 Teilen zusammengesetzt, 15 mehr als das Basiskaliber der Sistem51. Das Werk ist verkehrt herum montiert, so dass der Sekundenzeiger rückwärts läuft. Alle Modelle sind mit einem Kautschukarmband und zwei Kalbslederarmbändern ausgestattet. Die Swatch Flymagic ist ab 30. April 2019 erhältlich und kostet 1.500 Schweizer Franken.


Magnetismus ist einer der größten negativen Einflüsse auf mechanische Uhrwerke in der heutigen Zeit. Vor über 15 Jahren haben die Großen der Branche, Rolex, Patek Philippe und Swatchgroup Unruhspiralen auf Siliziumbasis entwickelt, wofür sie in der Schweiz ein Patent besitzen, welches bis in das Jahr 2022 gilt. Zuvor schon hatte Ulysse Nardin mit Memotec Spiralfedern entwickelt. Die Siliziumspirale ist aufwändig in der Herstellung, aber vollkommen amagnetisch. TAG Heuer geht mit einer Legierung auf Karbon-Basis einen anderen Weg. Im August 2018 gab die Swatchgroup bekannt, dass man gemeinsam mit Audemars Piguet eine paramagnetische Unruhspirale auf Titanbasis entwickelt hat, welche sukzessive in alle Werke der Swatchgroup integriert werden soll. Damit stehen die Marken der Richemont-Gruppe unter Druck. Deren im Einstiegsbereich platzierten Baumaticwerk hat das Konsortium vor kurzem untersagt, Siliziumspiralen zu verwenden. Ein besonders geschickter Schachzug der Swatchgroup ist es in diesem Zusammenhang, die neue Spirale zunächst im Einstiegsbereich bei Swatch einzusetzen.

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