Mit der SeaQ bietet Glashütte Original eine Taucheruhr an. Schon bei der Entwicklung ist Wasserdichtheit und Zuverlässigkeit ein wichtiges Konstruktionsmerkmal. Aber auch in einem internen Prüfverfahren nach DIN 8306 und ISO 6425 wird jede Uhr intensiv getestet. Glashütte Original hat Details und Fotos dieses aufwändigen Prüfverfahrens zur Verfügung gestellt.

Feuchtigkeitstest

Die SeaQ wird zu Beginn 30 Minuten auf 40 bis 45 Grad Celsius erhitzt und dann mit einem kalten, nassen Stück Filz bedeckt. Sollte sich Feuchtigkeit in der Uhr befinden, würde diese sich nun als Kondenswasser an der Innenseite des Glases zeigen. Ist das nicht der Fall, steigt die Uhr regelkonform in die Prüfung ein.

 

Test mit Unter- und Überdruck

Ein Unterdruck von minus 0,2 Bar simuliert Verhältnisse wie in großer Höhe, etwa in einem Flugzeug. Anschließend wird ein Überdruck von 125 Prozent wie in großer Wassertiefe erzeugt. Uhren die bis 20 Bar wasserdicht sind, werden mit 25 Bar getestet. Modelle, die bis 30 Bar wasserdicht sind, mit 37,5 Bar.

 

Messung der durchfließenden Luftmasse

An der Uhr wird in einem speziellen Gerät mit Luft ein Überdruck von zwei Bar bar erzeugt. Anschließend wird automatisch gemessen, wie viel Luft dabei in die Uhr diffundiert. Die Messung erfolgt hier auf das 5-Millionstel-Gramm genau.

 

Prüfung der Dichtheit mit Wasserdruck

Die Uhr wird in einer ersten Phase in destilliertem Wasser einem Überdruck von 125 Prozent ausgesetzt. Dies entspricht bei 20-Bar-Uhren einem Wert von 25 Bar und bei 30-Bar-Uhren einem Wert von 37,5 Bar. Dieser Überdruck wird eine Zeit lang gehalten. Anschließend wird in einer zweiten Phase auf einen leichten Überdruck von 0,3 Bar abgesenkt. Nach der Wasserdichtigkeitsprüfung im Wasserbad wird die SeaQ unter einem Luftvorhang rotierend außen getrocknet.

Dadurch wird sichergestellt, dass sich vor der abschließenden Kondenswasserprüfung keine Restfeuchtigkeit an der Uhr befindet. Dieser abschließende und entscheidende Testablauf entspricht im Prozedere dem Eingangstest: Die SeaQ wird nochmals 30 Minuten auf 40 bis 45 Grad Celsius erhitzt. Danach wird erneut ein feuchtes Stück Filz für eine Minute auf die Oberseite des Glases gelegt. Wenn kein Kondensat an der Innenseite des Glases auftritt, hat die Uhr die Prüfstrecke ohne Eindringen von Wasser erfolgreich absolviert.