Zwei Jahre nach Beginn der Lizenzkooperation mit der Andy Warhol Foundation for the Visual Arts erweitert Piaget die nach dem Künstler benannte Kollektion: Die neue Andy-Warhol-Uhr »Camouflage« von Piaget nimmt Bezug auf die Camouflage-Selbstporträts, die Andy Warhol 1986 geschaffen hatte, und erscheint in einer limitierten Auflage von 86 Exemplaren.
Der »König des Pop Art« besaß sieben Modelle des 1874 in La Côte-aux-Fées gegründeten Hauses, darunter die Referenz 15102 mit dem großen kissenförmigen Gehäuse. Dieses Design, das der damalige künstlerische Leiter Jean-Claude Gueit entworfen hatte, wurde von 1972 bis 1977 in kleiner Auflage hergestellt.
Nach der Neuinterpretation als »Black Tie Vintage« im Jahr 2014 sicherte sich die Maison 2024 die Rechte am Namen des Künstlers. Seitdem entsteht jährlich eine Uhr, die sich auf ein Werk Warhols bezieht: 2025 folgte die limitierte Serie »Collage«, für 2026 steht nun »Camouflage« im Kalender.
In den Selbstporträt-Serien von 1986 hatte Warhol die Schattenseite des Ruhms in Form eines Camouflage-Musters über sein Gesicht gelegt. Das Zifferblatt der Uhr übersetzt dieses Motiv in eine Marketerie aus Sodalith und Türkis, kombiniert mit satiniertem Gold und poliertem Roségold.
Insgesamt 27 Schmucksteine kommen zum Einsatz. Nach Herstellerangaben waren mehr als 100 Arbeitsstunden erforderlich, um das Zifferblatt zu entwerfen, zu gestalten und zu fertigen.
Das kissenförmige Gehäuse mit godroniertem Dekor besteht bei dieser Edition aus Weißgold und misst 45 mal 43 Millimeter bei einer Bauhöhe von 8,08 Millimeter. Dauphine-Zeiger übernehmen die Anzeige von Stunden und Minuten. Angetrieben wird die Uhr vom automatischen Manufakturwerk 501 P1, das mit vier Hertz schwingt, entsprechend 28.800 Halbschwingungen in der Stunde.
Die Gangautonomie liegt bei 40 Stunden, das Werk enthält 23 Lagersteine. Die Wasserdichtheit beträgt drei Bar, das entspricht dem statischen Prüfdruck von 30 Metern Tiefe. Auf dem Gehäuseboden findet sich eine Gravur mit Warhols Signatur sowie der Stückzahl der limitierten Serie. Am Handgelenk sitzt ein dunkelblaues Band aus Alligatorleder, das farblich auf die blauen Töne des Zifferblatts abgestimmt ist.
Technische Spezifikationen | Piaget Andy Warhol Camouflage
| ⌚ Gehäuse | Weißgold, kissenförmig, godroniert; 45 x 43 mm, 8,08 mm hoch |
|---|---|
| 💧 Wasserdichtheit | 3 Bar (30 Meter) |
| 🔍 Glas | Saphirglas |
| 🕐 Anzeige | Stunden, Minuten; Dauphine-Zeiger |
| 💡 Leuchtmittel | keine Angabe |
| 🔄 Aufzug | Automatik |
| ⚙️ Kaliber | Piaget 501 P1, Manufakturwerk, 3,6 mm hoch |
| ⏱️ Frequenz | 4 Hz (28.800 Halbschwingungen) |
| 🔋 Gangautonomie | 40 Stunden |
| 💎 Lagersteine | 23 |
| ✨ Veredelung | Edelsteinmarketerie auf dem Zifferblatt (27 Steine: Sodalith, Türkis, Gold) |
| 🪢 Band | dunkelblaues Alligatorleder |
| 🏷️ Auflage | 86 Exemplare |
| 🔢 Referenz | PGG0A51242 |
| 💶 Preis | 90.000 Euro |
Steinzifferblätter gehören bei Piaget seit den frühen 1960er Jahren zum Programm, und die Marke hat mit der »Collage« bereits bewiesen, dass sich Warhols Farbwelt auch in Marketerie umsetzen lässt. Die Camouflage-Variante geht dabei einen Schritt weiter: Sodalith und Türkis bilden das Muster nicht ab, sie sind das Muster. Dass dafür mehr als 100 Arbeitsstunden ins Kalkül müssen, beeinflusst meine Einordnung – Schmuckuhr zuerst, Uhr zweitens.
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