Gold ist nicht von dieser Erde – zumindest nicht ursprünglich. Wissenschaftler gehen heute davon aus, dass es vor Milliarden Jahren entstand, als zwei Neutronensterne kollidierten und eine gewaltige Materiewolke in den Kosmos schleuderten. Ein Teil davon verdichtete sich zu unserem Sonnensystem – und das schwere Gold schloss sich tief im Inneren unserer Erde ein. Kaum mehr als 190.000 Tonnen hat die Menschheit seitdem gefördert. Zusammengeschmolzen ergäbe das einen Würfel von gerade einmal 22 Metern Kantenlänge

Gold ist nicht von unserer Erde, sondern kosmischen Ursprungs.

Gold ist nicht von unserer Erde, sondern kosmischen Ursprungs.

Für die Uhrmacherei ist Gold unentbehrlich. Pures Gold jedoch – 24 Karat, 999,9 Promille Feingehalt – ist viel zu weich für Gehäuse und Armbänder. Ein Gramm lässt sich auf 6.000 Meter ausziehen, ein Uhrengehäuse wäre damit hoffnungslos verformbar. Erst die Beimischung anderer Metalle schafft die nötige Härte und eröffnet gleichzeitig ein faszinierendes Farbspektrum. Dabei lassen sich zwei Kategorien klar unterscheiden: die grundlegenden Goldlegierungen der Uhrmacherei und die zunehmend zahlreicher werdenden Marken-eigenen Kreationen, die zwischen echtem technischen Fortschritt und purem Marketing changieren.

Gold stammt aus den Tiefen unserer Erde und muss aufwändig gewonnen werden.

Gold stammt aus den Tiefen unserer Erde und muss aufwändig gewonnen werden.

Die grundlegenden Goldlegierungen

Gelbgold – der Klassiker

Gelbgold ist die älteste und nach wie vor häufigste Goldlegierung in der Uhrmacherei. Sie besteht aus reinem Gold, Kupfer und Silber – meist im Verhältnis Kupfer zu Silber von 1:1.

Gelbgold ist eine beliebte Edelmetallvariante für Lünetten und Gehäuse.

Der Goldanteil beeinflusst dabei direkt die Farbintensität: Je höher er ist, desto kräftiger das satte Gelb. In Deutschland muss eine Legierung mindestens 33 Prozent Gold (333er Gold, 8 Karat) enthalten, um als »Gelbgold« gestempelt werden zu dürfen.

Das Feingold eines Goldbarren besitzt einen Goldanteil von 999,9 Gramm je Kilogramm.

Das Feingold eines Goldbarren besitzt einen Goldanteil von 999,9 Gramm je Kilogramm.

In der Haute Horlogerie ist 18 Karat (750er Gold, 75 Prozent Feingold) der absolute Standard.

Weißgold – elegantes Understatement

Weißgold wurde um 1912 in Pforzheim entwickelt und ist damit die jüngste der klassischen Goldlegierungen. Der Trick: Durch den Zusatz von Silber, Nickel, Platin oder Palladium wird die warme Gelbfärbung des Goldes so weit reduziert, dass eine silbrig-weiße Optik entsteht.

Weißgold aus der Fertigung bei Rolex.

Weißgold aus der Fertigung bei Rolex.

Überzieht man ein Weißgoldgehäuse zusätzlich mit einer dünnen Rhodiumschicht, erhält es eine Optik, die mit Platin nahezu identisch ist – und das zu einem deutlich günstigeren Preis.

Rot- und Roségold – und die N-Kategorien

Hier wird es spannend und gleichzeitig verwirrend. Denn »Roségold« ist kein klar definierter Begriff, sondern ein breites Farbspektrum, das von zartem Lachs bis zu sattem Kupfer-Rot reicht. Das entscheidende Instrument ist der Kupferanteil: Je mehr Kupfer beigemischt wird, desto rötlicher und intensiver die Farbe. Die Uhrenindustrie hat für dieses Farbspektrum ein N-Klassifizierungssystem etabliert, das nach ISO-Norm 8654 die Farbnuancen von 18-Karat-Goldlegierungen in fünf Stufen unterteilt. Die Reste der Legierung – also die 25 Prozent, die nicht Gold sind – verteilen sich jeweils auf Kupfer und Silber in unterschiedlichem Verhältnis:

Bezeichnung Farbe Kupferanteil (ca.) Silberanteil (ca.)
1N Sehr helles Rosé 5 Prozent 20 Prozent
2N Helles Rosé (typisches Roségold) 9 Prozent 16 Prozent
3N Klassisches Roségold 12 Prozent 13 Prozent
4N Rötlich-rosa (Rotgold) 17 Prozent 8 Prozent
5N Intensives Rotgold (Tiefrot) 22 Prozent 3 Prozent

Das System ist vor allem für Goldschmiede und Juweliere verbindlich. Wer eine Uhr »in Roségold« kauft, bekommt je nach Hersteller eine Legierung irgendwo zwischen 2N und 4N – eine einheitliche Terminologie gibt es in der Branche nicht. Umso interessanter ist ein Blick auf die Eigenkreationen der großen Manufakturen.

Die Marken-eigenen Kreationen

Seit den 2000er-Jahren entwickeln und vermarkten immer mehr Häuser eigene, patentierte Goldlegierungen unter eigenem Namen. Ein Teil davon ist echter technischer Fortschritt, ein Teil ist vor allem PR. Die folgende Übersicht zeigt, was dahintersteckt.

Everose-Gold

Die älteste und wohl bekannteste Eigenlegierung stammt von Rolex. Everose-Gold wurde 2005 eingeführt und wird seither für alle Roségolduhren des Hauses verwendet. Sie enthält 75 Prozent Gold, 20 Prozent Kupfer sowie Palladium und Indium.

Rolex fertigt seine Goldlegierungen in der eigenen Gießerei.

Rolex fertigt seine Goldlegierungen in der eigenen Gießerei.

Rolex fertigt die Legierung ausschließlich in der eigenen Gießerei – das genaue Mischungsverhältnis bleibt ein Betriebsgeheimnis. Der Zweck des Palladiums: Es verhindert die alterungsbedingte Diffusion des Kupfers an die Oberfläche, die klassisches Roségold mit der Zeit unansehnlich werden lässt.

Honey-Gold

A. Lange & Söhne führte Honey-Gold 2010 ein und verwendet es seither ausschließlich im eigenen Haus. Erstmals gezeigt wurde es in der Jubiläumsedition »165 Years – Homage to F. A. Lange«, damals in den Modellen Tourbograph »Pour le Merite«, Lange 1 Tourbillon und 1815 Mondphase.

Im Jahr 2025 erschien die A. Lange & Söhne Odysseus erstmals in einem Gehäuse und einem Armband aus Money-Gold.

Im Jahr 2025 erschien die A. Lange & Söhne Odysseus erstmals in einem Gehäuse und einem Armband aus Honey-Gold.

Die Besonderheit liegt in der Basis: Entgegen der Erwartung ist Honey-Gold kein klassisches Gelbgold, sondern eine Weiterentwicklung von 18-karätigem Weißgold, dem kleine Mengen Kupfer, Zink und Silizium beigemischt werden. Das Ergebnis liegt farblich zwischen Weißgold und leicht rötlichem Gold und erzeugt einen warmen, honigfarbenen Glanz – bei deutlich höherer Härte als herkömmliches Gold. 2025 erschien erstmals ein Odysseus-Modell in Honey-Gold.

Magic Gold

Magic Gold ist kein klassisches Goldlegierungsmetall, sondern ein von Hublot gemeinsam mit der EPFL in Lausanne entwickelter Verbundwerkstoff (Metal Matrix Composite: MMC). Er besteht aus 75 Prozent 24-karätigem Gold, 22 Prozent Borcarbid – der dritthärtesten bekannten Substanz nach Diamant und kubischem Bornitrid – sowie drei Prozent Aluminium. Das Ergebnis ist eine Vickers-Härte von 1.000, mehr als doppelt so hart wie gehärteter Stahl (600 Vickers) und nahezu kratzfest.

Die Hublot Spirit of Big Bang im Gehäuse aus Magic-Gold.

Die Hublot Spirit of Big Bang im Gehäuse aus Magic-Gold.

Nur Diamant kann Magic Gold zerkratzen. Hergestellt wird es in einem mehrstufigen Verfahren: Borcarbid-Pulver wird bei 2.000 bar kaltgepresst und bei 2.200 Grad Celsius gesintert, anschließend wird flüssiges Gold unter 200 bar in den porösen Keramikkörper injiziert.  Magic Gold debütierte zur Baselworld 2012 in der Big Bang. Die Legierung ist so hart, dass der Goldpunzenstempel nicht eingeschlagen werden kann – er wird stattdessen per Laser eingraviert. Das hat eine unmittelbare praktische Konsequenz: Magic Gold lässt sich nicht einschmelzen. Das Borcarbid-Gerüst bleibt bei jeder für Gold relevanten Temperatur als fester Keramikkörper erhalten – ein beschädigtes Gehäuse hat damit keinen Einschmelzwert wie eine klassische Goldlegierung.

Sedna-Gold

Sedna-Gold ist die 2013 patentierte 18-Karat-Roségoldlegierung von Omega, erstmals in der Constellation-Kollektion vorgestellt. Sie enthält mindestens 75 Prozent Gold sowie Kupfer für die intensive rötliche Färbung.

Die Omega Speedmaster-Variante in 18K Sedna-Gold mit Zifferblatt imm Cappuccino-Stil von 2020.

Die Omega Speedmaster-Variante in 18K Sedna-Gold mit Zifferblatt imm Cappuccino-Stil von 2020.

Der entscheidende Unterschied zu Standard-Roségold: Das Silber wird durch Palladium ersetzt, was die Legierung härter macht und für Farbtreue sorgt. Omega gibt an, Sedna-Gold sei etwa dreimal widerstandsfähiger als herkömmliches Roségold. Auch die Swatch-Schwestermarke Blancpain setzt die Legierung gelegentlich ein.

Auch Blancpain setzt Sedna-Gold ein wie bei dieser Bathyscaphe mit blauem Zifferblatt.

Auch Blancpain setzt Sedna-Gold ein wie bei dieser Bathyscaphe mit blauem Zifferblatt.

Der Name stammt vom Zwergplaneten Sedna – dem rötlichsten und am weitesten von der Sonne entfernten bekannten Objekt des Sonnensystems, rund zwölf bis dreizehn Milliarden Kilometer entfernt.

Moonshine-Gold

Moonshine-Gold ist Omegas Antwort auf die Frage, wie sich Gelbgold dauerhafter gestalten lässt. Die 2019 vorgestellte 18-Karat-Legierung enthält 75 Prozent Feingold sowie Silber, Kupfer und Palladium in nicht öffentlich kommunizierten Anteilen. Das Ergebnis ist ein blasses, fast pastelliges Gelb – heller als klassisches 18K-Gelbgold.

Gehäuse und Band der Omega Speedmaster Moonwatch Professional mit axchwrzweißem Zifferblatt sind aus Moonshine-Gold gefertigt.

Gehäuse und Band der Omega Speedmaster Moonwatch Professional mit axchwrzweißem Zifferblatt sind aus Moonshine-Gold gefertigt.

Der entscheidende Vorteil: Moonshine-Gold soll weniger zum Nachdunkeln neigen als herkömmliches Gelbgold. Wichtig für die Einordnung: Der Name verweist auf das blasse Licht des Mondes – nicht auf den Zwergplaneten Sedna. Das ist eine häufige Verwechslungsquelle, weil Omegas Roségoldlegierung Sedna-Gold nach eben diesem Zwergplaneten benannt ist. Moonshine-Gold findet sich vor allem in ausgewählten Speedmaster- und Constellation-Modellen.

Armor Gold

Armor Gold ist die proprietäre Rotgoldlegierung von IWC Schaffhausen, erstmals präsentiert 2019 zur SIHH mit der Referenz Big Pilot’s Watch Constant-Force Tourbillon »Le Petit Prince«.

Die Große Fliegeruhr AMG G63 besitzt ein Gehäuse aus Armor Gold.

Die Große Fliegeruhr AMG G63 besitzt ein Gehäuse aus Armor Gold.

Chemisch basiert sie auf der klassischen 5N-Goldlegierung (18 Karat, hoher Kupferanteil), unterscheidet sich jedoch durch ein gezielt verbessertes Mikrogefüge: Durch einen optimierten Herstellungsprozess werden die Kristallstrukturen der Legierung feiner und gleichmäßiger, was zu deutlich höheren Härtewerten führt – IWC spricht von einem fünf- bis zehnfach erhöhten Verschleißwiderstand gegenüber konventionellem 5N-Rotgold. Das macht Armor Gold im Alltag deutlich widerstandsfähiger gegen Kratzer und Abrieb, ohne an der bewährten Warmton-Optik des klassischen Rotgolds zu rütteln. Aktuell findet sich die Legierung vor allem in der Portugieser-Linie sowie in Pilot’s-Watch-Varianten.

Goldtech

Goldtech ist Panerais proprietäre Rotgoldlegierung, die 2020 zur Watches and Wonders mit der Luminor Marina PAM01112 vorgestellt wurde.

Die Panerai Luminor Marina Panerai Goldtech 44 mm PAM01112 war 2020 das erste Modell mit einem Gehäuse aus Goldtech.

Die Panerai Luminor Marina Panerai Goldtech 44 mm PAM01112 war 2020 das erste Modell mit einem Gehäuse aus Goldtech.

Sie enthält einen gegenüber klassischem 5N-Rotgold erhöhten Kupferanteil für die intensive Farbe sowie Platin, das die Legierung gegen Ausbleichen und Oxidation stabilisiert. Das Ziel ist eine tiefrote, fast kupferige Anmutung, die länger farbstabil bleibt als konventionelles Rotgold. Im Vergleich zu Everose oder Sedna-Gold zielt Goldtech bewusst auf eine besonders satte, kupferige Optik – weniger Rosé, mehr Rot.

Canopus-Gold

Canopus-Gold ist eine von Omega Anfang 2022 proprietäre 18-Karat-Weißgoldlegierung und die einzige Eigenkreation des Hauses, die im Weißgoldspektrum angesiedelt ist – ergänzend zu Sedna-Gold (Rosé) und Moonshine-Gold (Gelbgold).

Die Omega Speedmaster Calibre 321 besitzt ein Gehäuse aus Canopus Gold.

Die Omega Speedmaster Calibre 321 besitzt ein Gehäuse aus Canopus Gold.

Die Legierung besteht aus 75 Prozent Feingold, etwa 20 Prozent Palladium sowie einem kombinierten Anteil aus Rhodium und Platin, das genaue Verhältnis nennt Omega nicht. Der entscheidende Unterschied zu Standard-Weißgold: Canopus-Gold benötigt keine Rhodiumplattierung. Klassisches Weißgold wirkt allein durch die aufgetragene Rhodiumschicht so makellos weiß – verblasst diese mit der Zeit, wird das gelbliche Grundmetall sichtbar. Canopus-Gold hält seine silbrig-graue Farbe dauerhaft, ohne Nachbehandlung. Erstmals verwendet wurde die Legierung Anfang 2022 im Speedmaster Calibre 321 Canopus Gold, einer limitierten Neuinterpretation des ersten Speedmaster von 1957.

Sand Gold

Sand Gold, erstmals 2024 von Audemars Piguet präsentiert, debütierte sie im Royal Oak Flying Tourbillon Automatik.

Die Royal Oak Flying Tourbillon Automatik in 41 Millimeter von Audemars Piguet war das erste Modell in Sand Gold.

Die Royal Oak Flying Tourbillon Automatik in 41 Millimeter von Audemars Piguet war das erste Modell in Sand Gold.

Die 18-Karat-Legierung enthält 75 Prozent Feingold, Kupfer und einen erheblichen Palladiumanteil, was sie hypoallergen und robuster als reines Gold macht. Das Besondere ist ihr optisches Verhalten: Sand-Gold changiert je nach Lichteinfall zwischen Roségold und Weißgold – eine Qualität, die sich bewusst dem einfachen Einordnen entzieht.

Breguet-Gold

Breguet-Gold ist die jüngste Eigenlegierung in dieser Übersicht – erst 2025 zum 250-jährigen Jubiläum der Manufaktur eingeführt. Das Erstlingsmodell war die Classique Souscription 2025, die beim GPHG 2025 mit der Aiguille d’Or ausgezeichnet wurde.

Die Classique Souscription 2025 gewann mit dem »Aiguille d'Or« den Hauptpreis beim GPHG 2025.

Die Classique Souscription 2025 gewann mit dem »Aiguille d’Or« den Hauptpreis beim GPHG 2025.

Die Legierung enthält 75 Prozent Gold (18 Karat), der Rest setzt sich aus Silber, Kupfer und Palladium zusammen. Ziel ist eine hohe Oxidations- und Farbbeständigkeit, gesichert durch den Palladiumanteil. Die genauen Proportionen gibt Breguet nicht bekannt.

Legierung Hersteller Seit Basis Besonderheit
Gelbgold (18K) Standard Au + Cu + Ag (1:1) Der Klassiker, Haute Horlogerie Standard
Weißgold (18K) Standard ca. 1912 Au + Ag/Ni/Pt/Pd + Rhodium Jüngste Klassiklegierung und günstige Platin-Alternative
Roségold / Rotgold (18K) Standard Au + Cu + Ag (N1-N5) Farbspektrum über N-Klassifizierung definiert
Everose-Gold Rolex 2005 Au 75 % + Cu 20 % + Pd + In Kein Ausblassen dank Palladium, in eigener Gießerei gefertigt
Honey-Gold A. Lange & Söhne 2010 Weißgold-Basis + Cu + Zn + Si Warmer Honigton, basiert überraschenderweise auf Weißgold
Magic Gold Hublot 2012 Au 75 % + B4C 22 % + Al 3 % Metal Matrix Composite, 1.000 Vickers, nur Diamant kann es kratzen, lässt sich allerdings nicht einschmelzen
Sedna-Gold Omega 2013 Au 75 % + Cu + Pd (kein Ag) 3 mal widerstandsfähiger als Roségold, benannt nach dem Zwergplaneten Sedna
King-Gold Hublot 2013 Au 75 % + Cu (erhöht) + Pt Satteres Rot, Platin sorgt für erhöhte Farbstabilität
Moonshine-Gold Omega 2019 Au 75 % + Ag + Cu + Pd Sanfter Gelbgoldton, weniger Nachdunkeln als Standard-Gelbgold
Armor Gold IWC 2019 5N-Basis + optimiertes Mikrogefüge fünf bis zehnmal verschleißfester als Standard-5N-Rotgold
Goldtech Panerai 2020 Au 75 % + Cu (erhöht) + Pt Tiefrote, kupferige Anmutung, Platin gegen Oxidation
Canopus-Gold Omega 2022 Au 75 % + Pd 20 % + Rh + Pt Die Farbe von Weißgold bleibt auch ohne Rhodiumplattierung dauerhaft stabil
Sand Gold Audemars Piguet 2024 Au 75 % + Cu + Pd (erhöht) Changiert je nacht Lichteinfall zwischen Rosé- und Weißgold und ist hypoallergen
Breguet-Gold Breguet 2025 Au 75 % + Ag + Cu + Pd Neueste Eigenlegierung und mit dem ersten Modell Gewinner beim GPHG 2025

Was auffällt: Palladium ist der eigentliche Held dieser Legierungsgeschichte. Fast alle modernen Eigenkreationen – Everose, Sedna, Sand-Gold, Breguet-Gold – setzen auf Palladium, weil es zwei Probleme auf einmal löst: Es stabilisiert die Farbe gegen Ausbleichen und erhöht die Widerstandsfähigkeit gegen Kratzer und Abrieb. Silber, der klassische Streckstoff in Roségoldlegierungen, wird dabei zunehmend verdrängt.

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