Eine ultraleichte, limitierte Konzeptuhr aus Titan ist mit der Chopard Zagato Lab One Concept das Ergebnis der dritten Zusammenarbeit zwischen dem Genfer Uhrmacher Chopard und der italienischen Karosserieschmiede Zagato.
Die Optik der Uhr betont die charakteristische Rohrrahmen-Konstruktion, die der berühmte Karosseriebauer entwickelt hat. Das Uhrwerk wird von einem davon inspirierten Rohrrahmen getragen, der beim Bau von Rennwagen eingesetzt wird, um die Steifigkeit zu optimieren und das Gewicht zu reduzieren. Anstelle klassischer Gehäusehörner sorgen offene, röhrenförmige Bügel für die Befestigung am Handgelenk.
Diese Bügel sind schwenkbar konstruiert; der Ausschlag wird durch ein Einstellsystem reguliert und erlaubt eine seitliche Bewegung bis zu maximal 45 Grad. Das Design der Uhrenkrone ist von dem Differentialgetriebe eines Automobils inspiriert und mit der Abbildung eines Lenkrads graviert. Die Hauptplatine des Uhrwerks, die zum Zifferblatt wird, ist mit dem Buchstaben »Z« für Zagato dekoriert und von einem rhodinierten Rahmen umfasst. Auch die Markennamen von Chopard und Zagato sind rhodiniert und erscheinen als plastisches Relief.

Das Handaufzug-Kaliber arbeitet mit einer Frequenz von vier Hertz und bietet eine Gangautonomie von 60 Stunden.
Über das Zifferblatt spannt sich ein Saphirglas in Kastenform, das bündig in den Gehäuserand eingesetzt ist. Das 42 Millimeter große Gehäuse sowie die Brücken und die Hauptplatine des Uhrwerks sind in keramisiertem Titan gefertigt. Das überaus widerstandsfähige Material entsteht durch ein Oxidationsverfahren, bei dem Titan mittels Elektroplasma-Technologie behandelt wird. Dieser Prozess verleiht dem Metall eine Härte von 1000 Vickers und damit eine Stoß- und Kratzfestigkeit, die mit der von Keramik vergleichbar ist.
Dank des geringen Gewichts von Titan wiegt die Uhr inklusive Armband lediglich 43,20 Gramm. Im Kaliber L.U.C 04.04-L kommt das weiter entwickelte Tourbillon-Kaliber Engine One mit der charakteristischen Gangreserveanzeige zum Einsatz, die wie eine Tankanzeige gestaltet ist. Die 1996 gegründete Chopard Manufacture aus Fleurier hat zudem ein Stoßdämpfersystem integriert, das nach dem Vorbild von Silentblöcken aus dem Automobilbau gestaltet ist. Wie bei einem Automotor dämpfen diese Elastomer-Elemente Vibrationen und absorbieren Stöße.

Die verschraubten, röhrenförmigen Bügel lassen sich in einem Winkel innerhalb von 45 Grad schwenken.
Vier in den Gehäuserand integrierte Hebelarme sorgen für optimale Stabilität und erhöhen den mechanischen Schutz für das Uhrwerk. In dessen Mittelpunkt steht ein 60-Sekunden-Tourbillon mit Kleiner Sekunde. Ein Zifferblattausschnitt ermöglicht den freien Blick auf die »Variner«-Unruh. Die freischwingende Unruhkonstruktion von Chopard wird über Masseschrauben reguliert und besitzt eine Unruhspirale mit Phillips-Endkurve in dem Tourbillonkäfig in Aluminium.

Das Design der Uhrenkrone ist von dem Differentialgetriebe eines Automobils inspiriert und mit der Abbildung eines Lenkrads graviert.
Es besteht aus 207 Komponenten, besitzt 29 Lagersteine und bietet eine Gangautonomie von 60 Stunden. Das von der COSC geprüfte Chronometer arbeitet mit einer Frequenz von vier Hertz, das entspricht 28.800 Halbschwingungen in der Stunde. Als Armbänder stehen ein Funktionsgewebe mit Klettverschluss und Bügel in anthrazitfarbenem keramisiertem Titan oder ein Kalbslederarmband mit gravierter Dornschließe zur Wahl.
Chopard Zagato Lab One Concept, keramisiertes Titan mit Textil- oder Kalbslederband, limitiert auf 19 Exemplare, 149.500 Euro
Mit dieser automobilorientierten Konzeptuhr unterstreicht die Manufaktur ihre enge Verbindung mit dem Rennsport, verlässt aber etwas ihr klassisches Terrain der eleganten uhrmacherischen Hochkultur. Die spitze Limitierung zeigt an, dass die Lab One Concept mehr die technische Kompetenz in Fleurier unter Beweis stellen soll, als dass man sich große Verkaufsimpulse erhofft.




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