Mit dem Chronoswiss Space Timer Gravity erweitert Chronoswiss seine kosmische Uhrenfamilie um ein seltenes Uhrenthema – der Schwerkraft.
Das Zifferblatt wirkt auf den ersten Blick wie ein fließendes, beinahe flüssiges Objekt, ist jedoch das Ergebnis eines außergewöhnlichen Fertigungsprozesses. Die Oberfläche des Zifferblatts ist mit einer CVD-Beschichtung (Chemical Vapour Deposition) versehen, die je nach Lichteinfall von tiefem Grün zu Ozeanblau wechselt – eine Technik, die sonst vor allem in der Halbleiterindustrie eingesetzt wird.
Auf der linken Zifferblattseite taucht die Mondoberfläche als Ergebnis eines Laserprozesses auf Basis eines NASA-Originalfotos auf. Über dieser Kulisse schweben die Stunden- und Datumsringe aus ITR2 – einem transparenten Verbundmaterial, das für seine Leichtigkeit und Robustheit bekannt ist.
Sie umkreisen das aus 63 Einzelteilen bestehende Zifferblatt ohne es zu verdecken, während das freigelegte Räderwerk darunter von einer hellblauen Brücke eingefasst wird – dieselbe Farbe, die der zentrale Sekundenzeiger aufgreift.
Rhodinierte Blattzeiger mit Super-Luminova-Einlagen sowie Edelstahlkugeln von 0,6 Millimetern Durchmesser als Datumsanzeiger gehören ebenfalls zur Detailsprache dieser Uhr. Das Zifferblatt ist teilweise von Hand guillochiert.
Das Gehäuse: technisches Mattgrau und romantische Rändelung
Das 17-teilige Gehäuse aus mattgrauem Edelstahl misst 44 Millimeter im Durchmesser bei einer Bauhöhe von 15,2 Millimetern. Es ist wasserdicht bis zehn Bar, das entspricht dem statischen Prüfdruck von 100 Metern Tiefe. Die Kombination aus partieller Rändelung und gewölbter Form verleiht dem Gehäuse einen technischen Charakter, ohne in reinen Instrumentalismus abzugleiten.
Das doppelt entspiegelte, gewölbte Saphirglas ermöglicht freie Sicht auf das Zifferblatt, der verschraubte Gehäuseboden mit Saphirglaseinsatz gibt den Blick auf das Werk frei.
Das Werk: Kaliber C.308
Im Inneren arbeitet das Chronoswiss Kaliber C.308, ein Automatikwerk mit 32,8 Millimetern Durchmesser und 33 Lagersteinen. Es basiert technisch auf einem ETA 2895 und wird von Chronoswiss um ein eigenes Regulatormodul und die Mondphasenanzeige ergänzt. Die Frequenz beträgt vier Hertz, das entspricht 28.800 Halbschwingungen pro Stunde, die Gangautonomie liegt bei rund 42 Stunden.
Die dezentrale Stundenanzeige bei zwölf Uhr arbeitet mit dem hauseigenen »Open Gear«-Mechanismus, der das Räderwerk sichtbar in die Anzeige integriert. Zentrale Minute und zentrale Sekunde ergänzen das Bild, die Mondphasenanzeige sitzt bei sechs Uhr – mit einer thermisch gefärbten Kuppel aus Titan mit Super-Luminova als Mond- und Sternanzeiger.
Das Uhrwerk besitzt polierte Ankerhebel, Ankerrad und Schrauben. Die Brücken und Platinen sind mit einer Perlierung versehen, der kugelgelagerte Rotor ist skelettiert und mit Côtes de Genève versehen. Die verschraubten Bandanstöße mit dem patentierten Autobloc-System von Chronoswiss ermöglichen einen Wechsel des Nubuklederbandes ohne Werkzeug.
Chronoswiss Space Timer Gravity, Edelstahl mit Nubukleder, limitiert auf 50 Exemplare, 23.400 Euro
Mit der CVD-Beschichtung und dem laserrekonstruierten Mond hat Chronoswiss einen beachtlichen und beeindruckenden Aufwand bei der Gestaltung des komplexen Zifferblattes getrieben. In Verbindung mit der restriktiven Limitierung entsteht so ein nicht alltäglicher Zeitmesser, dem es gelingt, ein avantgardistisches Konzept mit den traditionellen Werten der handwerklich versierten Manufaktur zu verbinden.








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