Mit dem Doppelachsentourbillon Art Piece Edition Historique verknüpfen Greubel Forsey ihre beiden Kernelemente der Kollektion: das doppelte, um 30 Grad geneigte Tourbillon und die Mikrogravur der Philosophie von Greubel Forsey. Das Doppeltourbillon ist nicht neu, aber nicht minder beeindruckend. Während der äußere Käfig in vier Minuten einmal um sich kreist, vervollständigt der innere seine Umdrehung innerhalb von 60 Sekunden. Das Tourbillon sitzt vertieft auf einer blau beschichteten Hauptplatine aus Titan. Daneben erhebt sich die Zeitanzeige, umgeben von der Mikrogravur, die etwas an Hieroglyphen erinnert. Mystisch auch die Tatsache, dass nur Stunden und Sekunden erkennbar sind. Erst ein Schieber eröffnet den Blick auf die Minuten. Ein blauer Zeiger in der unteren Hälfte signalisiert, wieviel der Energie von den insgesamt 72 Stunden noch zur Verfügung steht. Das Handaufzugwerk der 44 Millimeter großen Uhrenedition besteht aus 475 Teilen, wovon alleine 130 auf das Tourbillon entfallen. Die Art Piece Edition Historique ist limitiert auf 33 Exemplare, die ersten elf davon in Platin. 555.000 Schweizer Franken

 

 

Das 2004 gegründete Unternehmen von Robert Greubel und Stephen Forsey beeindruckt mich seit Anfang an. Besonders seit meinem Besuch der Manufaktur in La Chaux-de-Fonds im Jahr 2014. Das alte Bauernhaus war 2009 eröffnet und mit einem spektakulären Anbau ergänzt worden – denn das Fertigungsgebäude scheint gerade schräg im Boden zu versinken. Neben der ungewöhnlichen Gestaltung und den faszinierenden Konstruktionen hat mich vor Ort die unglaubliche hohe Qualität bei der Veredelung beeindruckt. Sie ist genauso kompromisslos wie die Preisgestaltung

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