Die Essence 39 mm ist das meistverkaufte Modell der unabhängigen Schweizer Marke Formex.
Seit 2020 ergänzt sie die ursprüngliche 43-Millimeter-Version und hat sich zum verlässlichsten Träger der Essence-DNA entwickelt, während andere Gehäusegrößen und Materialien wie Karbon oder Keramik hinzukamen.
Nun aktualisiert Formex die 39-Millimeter-Variante technisch – nicht mit einem Neuanfang, sondern mit einer Zusammenführung bereits erprobter Elemente aus der eigenen Kollektion.
Zentrale Veränderung ist das Sellita SW200-2 Power+, das die Gangautonomie von bisher knapp 40 auf nun 65 Stunden verlängert. Die Frequenz bleibt bei vier Hertz, das entspricht 28.800 Halbschwingungen in der Stunde.
Damit verzichtet Sellita auf den im Uhrenbau verbreiteten Kompromiss, die Frequenz zu reduzieren, um die Laufzeit zu strecken. Das Werk ist als COSC–Chronometer zertifiziert und läuft auf 26 Lagersteinen. Der skelettierte Rotor trägt gebläute Schrauben.
Neu in der 39-Millimeter-Größe sind zudem eine verschraubte Krone sowie eine mikroverstellbare Schmetterlings-Faltschließe am Edelstahlband. Die Krone entstammt der Essence Ceramica Skeleton COSC 41 mm und arbeitet mit dem im Jahr 2000 patentierten Case Suspension System zusammen, ohne die Silhouette zu verändern.
Die Wasserdichtheit bleibt bei zehn Bar, das entspricht dem statischen Prüfdruck von 100 Metern Tiefe. Die Schließe wurde erstmals 2025 bei der Essence 41 mm Space Ghost Automatic COSC eingesetzt und erlaubt eine Verstellung um bis zu sechs Millimeter in drei Millimeter-Schritten direkt am Handgelenk, ohne die Uhr abzunehmen.
Drei Zifferblattvarianten stehen zur Auswahl: das etablierte Blau, das neue »Alpine White« mit gebläuten Zeigern und Indizes sowie »Radiant Bronze«, das Formex bereits in der Reef-Kollektion anbietet. Die horizontalen Rillen werden einzeln per CNC in jedes Zifferblatt gefräst.
Applizierte Indizes mit gebürsteten Flächen und spiegelpolierten Fasen treffen auf facettierte Zeiger. Das Datumsfenster bei sechs Uhr ist farblich auf das jeweilige Zifferblatt abgestimmt. Zeiger und Indizes sind tief mit Super-Luminova BGW9 ausgelegt.
Das Edelstahlgehäuse aus 316L beherbergt einen Innencontainer aus Titan Grad 2. Gehäuseboden und Saphirglas bieten Sicht auf das Werk. Alle Bänder verfügen über ein werkzeugloses Schnellwechselsystem. Leder-, Kautschuk- und Nylonbänder kommen mit einer Karbonfaser-Faltschließe, das Edelstahlband bietet eine integrierte Feinverstellung.
Technische Spezifikationen | Formex Essence 39 mm Automatic COSC |
|
|---|---|
| ⌚ Gehäuse | Edelstahl 316L mit Innencontainer aus Titan Grad 2, 39 mm Durchmesser, 10,5 mm Höhe |
| 💧 Wasserdichtheit | 10 Bar, das entspricht dem statischen Prüfdruck von 100 Metern Tiefe |
| 🔍 Glas | Kratzfestes Saphirglas mit innenseitiger Antireflexbeschichtung, Gehäuseboden aus Edelstahl 316L und Saphirglas |
| 🕐 Anzeige | Stunden, Minuten, Sekunden, Datum bei 6 Uhr |
| 💡 Leuchtmittel | Super-Luminova BGW9 an Zeigern und Indizes |
| 🔄 Aufzug | Automatik |
| ⚙️ Kaliber | Sellita SW200-2 Power+, COSC-zertifiziert |
| ⏱️ Frequenz | 4 Hz, das entspricht 28.800 Halbschwingungen in der Stunde |
| 🔋 Gangautonomie | 65 Stunden |
| 💎 Lagersteine | 26 Rubine |
| ✨ Veredelung | Gebürstete und spiegelpolierte Flächen an Zeigern und Indizes, gebläute Schrauben am Rotor |
| 🪢 Band | Edelstahlband mit integrierter Feinverstellung oder Leder-, Kautschuk- und Nylonbänder mit Karbonfaser-Faltschließe und Schnellwechselsystem |
| 🔢 Referenz | 0339.1.6631 (Blau), 0339.1.6613 (Alpine White), 0339.1.6681 (Radiant Bronze) |
| 💶 Preis | Am Edelstahlband: 1.790 Euro; am Leder-, Kautschuk- oder Nylonband: 1.680 Euro |
Die Essence trägt ihren Namen zurecht. Sie steht sinnbildlich für das Selbstverständnis der Marke seit ihrer Übernahme durch Raphaël Granito. Kennzeichen sind die formex-typische Gehäusefederung, die eigenen konstruktiven Entwicklungen und die von der COSC als Chronometer zertifizierten Werke. Beim SW200-2+ hat Sellita Federhaus, Räderwerk, Hemmung und Stoßsicherung überarbeitet. Anders als das Powermatic 80 erreicht das Kaliber seine erhöhte Gangautonomie von 65 Stunden nicht durch eine niedrigere Frequenz.












Hinterlasse einen Kommentar