Zwei Stilrichtungen des frühen 20. Jahrhunderts, zwei Zifferblätter aus funkelndem Glas: Glashütte Original erweitert die Senator-Kollektion um die Senator Aventurin Art Déco Blue in Platin und die Senator Aventurin Art Nouveau Green in Rotgold.
Die beiden Modelle gehören zu den Atelieraufträgen von Glashütte Original, bei denen jede Uhr vollständig von einem Uhrmacher oder einer Uhrmacherin montiert wird. Die Zifferblätter bestehen aus Aventurin, einem Glas mit feinen, glänzenden Partikeln.
Die Optik nimmt Bezug auf zwei Epochen, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts unterschiedlich auf den technischen Fortschritt reagierten. Der zwischen 1890 und 1910 blühende Jugendstil griff auf organische, an der Natur orientierte Formen zurück. Der Art Déco der 1920er und 1930er Jahre setzte dagegen auf symmetrische, kantige Strukturen.
Davon abgeleitet stehen bei den neuen Modellen dunkelgrünes Aventurin mit Rotgold für den Jugendstil und dunkelblaues Aventurin mit Platin für den Art Déco. In der Mechanik bleiben beide Uhren identisch. Aventurin ist kein Naturstein, sondern Glas. Die Glaskünstler in Venedig stellten es erstmals im 17. Jahrhundert her.
Der Glasschmelze werden Metalloxide beigemischt, die sich beim Erkalten zu glänzenden Partikeln zusammenfinden. Weil ihre Anordnung dem Zufall folgt – der Name geht auf das italienische »a ventura« zurück – ist jedes Zifferblatt ein Unikat. Jede Scheibe wird auf der Rückseite schwarz lackiert, sodass die Lichtreflexe vor einem dunklen Grund stehen.
Unter dem Zifferblatt arbeitet das automatische Manufakturkaliber 36-16 in der Variante »hochfein vollendet«. Es schlägt mit vier Hertz, entsprechend 28.800 Halbschwingungen in der Stunde, und liefert eine Gangautonomie von 100 Stunden. Die Silizium-Spirale macht das Werk unempfindlicher gegen Magnetfelder und Temperaturschwankungen.
Beim Ziehen der Krone stoppt die Unruh. Den Blick auf das Werk gibt der Saphirglasboden frei. Zu sehen sind der Glashütter Streifenschliff auf der Dreiviertelplatine, der handgravierte Unruhkloben, der Sonnenschliff auf den Aufzugsrädern sowie der skelettierte Rotor mit massivgoldener Schwungmasse. Das Gehäuse misst 40 Millimeter im Durchmesser bei einer Höhe von 10,2 Millimetern.

Die Platinversion der Glashütte Original Aventurin wird an einem blauen Alligatorlederband getragen.
Die Wasserdichtheit beträgt fünf Bar, das entspricht dem statischen Prüfdruck von 50 Metern Tiefe. Am Handgelenk setzt die Senator Aventurin Art Déco Blue auf blaues Louisiana-Alligatorleder mit einer Dornschließe aus Platin. Die Senator Aventurin Art Nouveau Green trägt ein Louisiana-Alligator-Nubuklederband mit einer Dornschließe aus Rotgold.
Technische Spezifikationen | Glashütte Original Senator Aventurin
| ⌚ Gehäuse | Platin (Art Déco Blue) oder Rotgold (Art Nouveau Green), Durchmesser 40 mm, Höhe 10,2 mm |
|---|---|
| 💧 Wasserdichtheit | 5 Bar, das entspricht dem statischen Prüfdruck von 50 Metern Tiefe |
| 🔍 Glas | Saphirglas gewölbt, beidseitig entspiegelt; Saphirglasboden |
| 🕐 Anzeige | Stunde, Minute; Unruhstopp beim Ziehen der Krone |
| 💡 Leuchtmittel | keine |
| 🔄 Aufzug | Automatik |
| ⚙️ Kaliber | Manufakturkaliber 36-16, hochfein vollendet |
| ⏱️ Frequenz | 4 Hz, entsprechend 28.800 Halbschwingungen in der Stunde |
| 🔋 Gangautonomie | 100 Stunden |
| 💎 Lagersteine | 27 Rubine |
| ✨ Veredelung | Glashütter Streifenschliff auf der Dreiviertelplatine, handgravierter Unruhkloben, Sonnenschliff auf den Aufzugsrädern, skelettierter Rotor, massivgoldene Schwungmasse, Siliziumspirale |
| 🪢 Band | blaues Louisiana-Alligatorleder mit Platin-Dornschließe (Art Déco Blue); braunes Louisiana-Alligator-Nubukleder mit Rotgold-Dornschließe (Art Nouveau Green) |
| 🏷️ Auflage | keine Limitierung (Atelierauftrag) |
| 🔢 Referenz | 1-36-16-40-03-01 (Art Déco Blue), 1-36-16-41-05-01 (Art Nouveau Green) |
| 💶 Preis | 36.900 Euro (Platin), 34.900 Euro (Rotgold) |
Zwei Zeiger, kein Datum, keine Sekunde – die Senator Aventurin reduziert die Uhr auf das, was bei einem Atelierauftrag zählt: Material und Finish. Das Aventurin selbst ist kein seltenes Material, die Arbeit steckt in der Selektion der Scheiben, in der schwarzen Rücklackierung und in der Einzelmontage. Interessant ist die Zuordnung der Stilepochen zu Farben und Metallen, die bleibt allerdings Interpretation und findet sich in den identischen Gehäuseformen nicht wieder. Dafür gibt es ein Unikat-Zifferblatt und ein vollveredeltes Manufakturwerk. Wem eine reine Dresswatch zu schlicht ist, wird hier gut bedient.
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