Die neue Omega Constellation Observatory-Kollektion markiert laut Omega den nächsten Schritt in der Präzisionsgeschichte der Constellation-Linie und erreicht nach eigenen Angaben erstmals eine Master Chronometer-Zertifizierung für reine Zwei-Zeiger-Uhren ohne Sekundenzeiger.

Neue Prüfmethode und Zertifizierung

Die Zertifizierung der Kollektion erfolgt durch das hauseigene »Laboratoire de Précision«. Es ist als unabhängige Prüfstelle vom Eidgenössischen Institut für Metrologie (METAS) für die Messverfahren im Rahmen der Master Chronometer-Tests akkreditiert.

Die würfelförmigen Prüfkits ermöglichen die automatisierte Kontrolle der Uhrwerke in sechs lagen.

Die würfelförmigen Prüfkits ermöglichen die automatisierte Kontrolle der Uhrwerke in sechs lagen.

Kern ist eine akustische Messmethode statt der optischen Kontrolle, bei der ein geschlossenes Testmodul während fünfundzwanzig Tagen kontinuierlich Tickgeräusche und Umgebungsparameter wie Temperatur, Lage, Magnetfelder und Luftdruck erfasst.

Das Laboratoire de Précision ist sowohl für die Chronometer- wie die Master-Chronometer-Prüfung akkreditiert.

Das Laboratoire de Précision von Omega in Villeret ist sowohl für die Chronometer- wie die Master-Chronometer-Prüfung akkreditiert.

Die Auswertung der akustischen Signatur soll laut Hersteller Frequenzabweichungen, lageabhängige Gangunterschiede, Amplitudenschwankungen sowie Temperatur- und Druckeinflüsse präziser sichtbar machen, als dies mit der klassischen Beobachtung des Sekundenzeigers möglich war. Bei den geprüften Modellen wird zunächst eine Chronometerprüfung durchgeführt, bevor die Uhren den vollständigen Master Chronometer-Prozess als komplette Uhren durchlaufen.

Historische Einordnung

Die Kollektion knüpft an mehrere Präzisions-Meilensteine der Marke an, beginnend mit der Einführung der Centenary als erstem Chronometer-Automatikmodell im Jahr 1948. Seit 1952 steht die Constellation-Familie für serielle Chronometer-Uhren, während seit 2015 mit der Globemaster die Master Chronometer-Zertifizierung als Standard für ausgewählte Modelle etabliert wurde.

  • Die Constellation war 1952 Omegas erste in Großserie produzierte Chronometer‑Automatik‑Armbanduhr.
    Die Constellation war 1952 Omegas erste in Großserie produzierte Chronometer‑Automatik‑Armbanduhr.

Mit dem 2023 gegründeten Laboratoire de Précision und der nun vorgestellten Omega Constellation Observatory-Kollektion erweitert der Hersteller dieses Testsystem erstmals auf reine Zwei-Zeiger-Uhren, die ohne Sekundenzeiger auskommen.

Gestaltung und Materialien

Die Omega Constellation Observatory-Modelle übernehmen zentrale Gestaltungsmerkmale früherer Constellation-Referenzen, darunter das zwölfeckige Pie-Pan-Zifferblatt mit appliziertem Stern bei sechs Uhr, das Observatoriumsmedaillon im Gehäuseboden, facettierte pfeilförmige Indexe und sogenannte Dog-Leg-Bandanstöße.

Das Zifferblatt ist in der Mitte erhaben und zum Rand hin in zwölf abfallende Segmente unterteilt.

Das Zifferblatt der Edelstahlversion aus schwarzer Keramik ist in der Mitte erhaben und zum Rand hin in zwölf abfallende Segmente unterteilt.

Die Kollektion umfasst drei Materiallinien: »Omegasteel«-Modelle, Varianten in verschiedenen hauseigenen GoldLegierungen sowie eine Platin-Gold-Referenz, die laut Hersteller alle proprietären Edelmetall-Legierungen der Marke in einer Kollektion bündelt.

Die Bandanstöße der Constellation-Kollektion knicken charakteristisch nach unten ab.

Die Bandanstöße der Constellation-Kollektion knicken charakteristisch nach unten ab.

Die Omegasteel-Modelle kombinieren Gehäuse in der markeneigenen Stahllegierung mit einem Durchmesser von 39,4 Millimetern mit einer neuen schwarzen Keramikversion des Pie-Pan-Zifferblatts oder farbigen Zifferblättern mit geprägten Rillen auf den zwölfeckigen Facetten.

Auch die neuen Omega Constellation Modelle sind mit dem Emblem des Observatoriums verziert.

Auch die neuen Omega Constellation Modelle sind mit dem Emblem des Observatoriums verziert.

Die Gold-Modelle greifen Handguillochierung auf den Zifferblattfacetten, unterschiedliche Oberflächen im Zentrum und Metallarmbänder mit neungliedriger Ziegelstruktur auf, während Lederbänder in abgestimmten Farben als Alternative angeboten werden.

Die Zifferblätter der goldenen Constellation-Modelle sind von Hand graviert.

Die Zifferblätter der goldenen Constellation-Modelle sind von Hand graviert.

Die Platin-Gold-Variante kombiniert ein gebürstetes Gehäuse in einer Platin-Gold-Legierung mit einem Zifferblatt im gleichen Material und einem Lederband mit goldfarbenen Akzenten.

Werkstechnik und Kaliber

In der Kollektion kommen zwei Master Chronometer-Kaliber zum Einsatz, die jeweils auf einem Rotor mit skeletonisierter Basis, polierten Kanten und einem applizierten Constellation-Observatory-Medaillon aufbauen.

  • Das Omega Kaliber 8914 gehört zu 8900-Serie mit doppeltem Federhaus und 60 Stunden Gangautonomie.
    Das Omega Kaliber 8914 gehört zu 8900-Serie mit doppeltem Federhaus und 60 Stunden Gangautonomie.

Das Kaliber 8915 ist den Grand-Luxe- und Goldmodellen vorbehalten und wird in Varianten mit Rotorgliederung in Sedna-Gold, Moonshine-Gold oder weiteren hauseigenen Goldlegierungen gefertigt, während das Kaliber 8914 die Omegasteel-Referenzen mit einem rhodinierten Werk ausstattet.

  • Für die Omega Constellation Observatory Moonshine Gold wird ein Mesh-Band angeboten.
    Für die Omega Constellation Observatory Moonshine Gold wird ein Mesh-Band angeboten.

Die Werke sind für eine Gangautonomie von sechzig Stunden ausgelegt und erfüllen die Kriterien der Master Chronometer-Zertifizierung, darunter Magnetfeldresistenz, geprüfte Ganggenauigkeit in verschiedenen Lagen, beständige Gangautonomie sowie geprüfte Wasserdichtheit als komplette Uhr. Die Kollektion ist in drei Kategorien gegliedert – Grand Luxe, Luxe und Standard –, die sich in Materialwahl, Oberflächenbearbeitung von Werk und Medaillon sowie in der optischen Ausführung unterscheiden.

TECHNISCHE SPEZIFIKATIONEN | OMEGA CONSTELLATION OBSERVATORY

Gehäuse 39,4 Millimeter Omegasteel, 18K Moonshine Gold, 18K Sedna-Gold, 18K Canopus Gold oder Platin-Gold mit facettierten Dog-Leg-Hörnern
💧Wasserdichtheit drei Bar, das entspricht dem statischen Prüfdruck von dreißig Metern Tiefe
🔍 Glas beidseitig entspiegeltes, gewölbtes Saphirglas vorn und Saphirglasboden
🕐 Anzeige Zwei-Zeiger-Anzeige für Stunden und Minuten auf zwölfeckigem Pie-Pan-Zifferblatt
💡 Leuchtmittel Leuchtmittel auf Zeigern und Indizes (je nach Referenz)
🔄 Aufzug Automatikaufzug
⚙️ Kaliber Co-Axial Master Chronometer Kaliber 8914 (Omegasteel) und 8915 (Gold- und Platin-Gold-Modelle)
🔄 Frequenz 25.200 Halbschwingungen pro Stunde
🔋 Gangautonomie sechzig Stunden
💎 Lagersteine 35 Lagersteine (Kaliber 8914/8915)
✨ Veredelung Genfer Streifen in Arabeskenform, polierte Fasen, Constellation-Observatory-Medaillon auf dem Rotor
Band Lederband in abgestimmten Farben mit Dornschließe oder neungliedriges Gold-Meshband mit Ziegelstruktur
🔢 Auflage neun Referenzen in drei Materiallinien
🔖Referenz 140.13.39.21.02.001 – Omegasteel, silberfarbenes Zifferblatt, Lederband
140.13.39.21.03.001 – Omegasteel, blaues Zifferblatt, Lederband
140.13.39.21.10.001 – Omegasteel, grünes Zifferblatt, Lederband
140.13.39.21.01.001 – Omegasteel, schwarzes Keramik-Zifferblatt, Lederband
140.53.39.21.xx.001 – 18K Sedna Gold, Lederband
140.53.39.21.xx.001 – 18K Moonshine Gold, Lederband
140.50.39.21.99.001 – 18K Moonshine Gold, Gold-Meshband
140.53.39.21.xx.001 – 18K Canopus Gold, Lederband
140.93.39.21.99.001 – Platin-Gold, Lederband
💰Preis O-Megasteel mit farbigem Zifferblatt (Lederband): 10.700 Euro
O-Megasteel mit schwarzem Keramik-Zifferblatt: 12.000 Euro
18K Sedna Gold am Lederband: 37.300 Euro
18K Moonshine Gold am Lederband: 37.300 Euro
18K Moonshine Gold am Gold-Meshband: 58.200 Euro
18K Canopus Gold am Lederband: 43.400 Euro
Platin-Gold am Lederband: 56.900 Euro

Die technische Substanz der Omega Constellation Observatory ist real: Die akustische Prüfmethode des Laboratoire de Précision erweitert die Master-Chronometer-Zertifizierung auf Modelle ohne Sekundenzeiger. Das Design schöpft aus dem historischen Fundus der Constellation: Dog-Leg-Bandanstöße erinnern an ein abgewinkeltes Hinterbein eines Hundes. Pie-Pan-Zifferblätter besitzen ein erhabenes, flaches Zentrum und nach unten abfallende, facettierten Außenbereiche, das in der Draufsicht an eine umgedrehte Kuchenform erinnert. Die kurzen, kantig zulaufenden Kite-Zeiger folgen ihrem Vorbild, ohne dabei museal zu wirken. Die Goldmodelle mit handguillochierten Zifferblättern und edelmetallenen Rotoren demonstrieren den handwerklichen Anspruch.

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