Die hat Temperament: Patek Philippe präsentiert die Weltzeituhr Patek Philippe 7129J-001 als erste Version im kompakten 36-Millimeter-Format ohne Brillantbesatz – und wählt dafür eine Farbgebung, die den klassischen Charakter dieser Komplikation mit einem ungewöhnlichen Selbstbewusstsein auflädt.
Eine Komplikation mit langer Geschichte
Die Weltzeituhr-Komplikation bei Patek Philippe geht zurück auf den Genfer Uhrmacher Louis Cottier, der in den 1930er-Jahren ein System entwickelte, das erstmals alle 24 Zeitzonen der Welt auf einem Zifferblatt gleichzeitig ablesbar machte.
1999 vollzog die Manufaktur den entscheidenden technischen Entwicklungsschritt: Mit einem patentierten Mechanismus lassen sich seither alle Weltzeitanzeigen durch einfaches Betätigen eines einzigen Drückers bei zehn Uhr simultan korrigieren – ohne den Gang der Uhr zu unterbrechen. Bislang war das 36-Millimeter-Format ausschließlich der mit Brillanten besetzten Referenzfamilie 7130 vorbehalten.
Die 7129J-001 öffnet diese Gehäusegröße erstmals für eine Version ohne Steinbesatz. Das Gehäuse der 7129J-001 besteht aus vollständig poliertem 18-karätigem Gelbgold und misst 36 Millimeter im Durchmesser bei einer Bauhöhe von 8,83 Millimetern. Die glatte, nicht besetzte Lünette lenkt den Blick unmittelbar auf das Zifferblatt.
Sowohl die Vorderseite als auch der Gehäuseboden sind mit Saphirglas verschlossen; durch den gläsernen Boden gibt die 7129J-001 den Blick auf das Kaliber 240 HU frei. Die Wasserdichtheit beträgt drei Bar, das entspricht dem statischen Prüfdruck von 30 Metern Tiefe.
Karminrot und handguillochiert
Das Zifferblatt ist in leuchtendem Karminrot lackiert und im Zentrum von Hand mit dem klassischen »Vieux Panier«-Flechtwerkmuster guillochiert. Aufgesetzte pfeilförmige Stundenindizes aus Gelbgold sowie rautenförmige Stunden- und Minutenzeiger ebenfalls aus Gelbgold setzen den metallischen Kontrapunkt zum Lackzifferblatt.
Der Städterings zeigt die Städtenamen in Weiß auf karminrotem Grund; die rhodinierte 24-Stunden-Scheibe mit Tag-/Nacht-Anzeige steht dazu im Kontrast.
Kaliber 240 HU: ein Referenzwerk in Sachen Schlankheit
Das Herzstück der 7129J-001 ist das hauseigene Kaliber 240 HU – ein Automatikwerk mit exzentrischem Miniaufzugrotor aus 22-karätigem Gold, der die Werkbauhöhe von lediglich 3,88 Millimetern erst ermöglicht.
Die Unruh vom Typ Gyromax arbeitet als freischwingende Unruh zusammen mit einer Siliziumspirale vom Typ Spiromax, die gegenüber Magnetismus und Temperaturschwankungen nahezu unempfindlich ist.

Patek Philippe überzieht seine Siliziumspirale namens Spiromax mit einer feinen thermisch stabilisierenden Oxidschicht.
Das Kaliber schwingt mit 21.600 Halbschwingungen pro Stunde (drei Hertz) und bietet eine Gangautonomie von mindestens 48 Stunden. 229 Bauteile und 33 Lagersteine bilden das Fundament dieses Werks, das das Patek Philippe Siegel trägt – die Auszeichnung der Manufaktur für höchste Fertigungs- und Dekorationsstandards.
Die 7129J-001 wird an einem glänzenden Alligatorlederarmband mit quadratischen Schuppen in Karminrot getragen – eine konsequente Fortsetzung der Farbsprache des Zifferblatts. Den Abschluss bildet eine Dornschließe aus Gelbgold.
Technische Spezifikationen | Patek Philippe 7129J-001
| ⌚ Gehäuse | 18 Karat Gelbgold, vollständig poliert; Durchmesser 36 mm, Bauhöhe 8,83 mm |
|---|---|
| 💧 Wasserdichtheit | 3 Bar (statischer Prüfdruck von 30 Metern Tiefe) |
| 🔍 Glas | Saphirglas (vorne und hinten) |
| 🕐 Anzeige | Weltzeit mit 24 Zeitzonen, Tag-/Nacht-Anzeige, Stunden und Minuten |
| 🔄 Aufzug | Automatik, exzentrischer Miniaufzugrotor, 22 Karat Gold |
| ⚙️ Kaliber | 240 HU |
| ⏱️ Frequenz | 21.600 Halbschwingungen/Stunde (3 Hz) |
| 🔋 Gangautonomie | mindestens 48 Stunden |
| 💎 Lagersteine | 33 Lagersteine |
| ✨ Veredelung | Patek Philippe Siegel; Gyromax-Unruh; Spiromax-Spirale (Silizium) |
| 🪢 Band | Alligatorleder, karminrot, glänzend, quadratische Schuppen; Dornschließe Gelbgold |
| 🔢 Referenz | 7129J-001 |
| 💶 Preis | 53.304 Euro |
Für eingefleischte Fans von Patek Philippe ist die kompakte, nicht‑besetzte Weltzeit ein attraktives Angebot. Sie wirkt auf den ersten Blick weniger wie eine Schmuckuhr, auch wenn das guillochierte Zifferblatt mit seinem aufmerksamkeitsheischenden Karmesinrot die Gelegenheiten etwas einschränkt, sie zu tragen. Die Komponenten sind bekannt, lediglich deren Kombination ergibt in diesem Fall den Neuigkeitswert.







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