Mit »100 Iconic Rolex« hat der teNeues Verlag im Oktober erneut ein Bildwerk über die Genfer Marke veröffentlicht und sein Buchprogramm zum Thema Uhren erweitert.
Gisbert L. Brunner und Oliver Knop haben darin 100 Referenzen versammelt, die Auktionsrekorde erzielten oder über die Persönlichkeit ihrer Träger in die Popularkultur eingingen.

Dieser Schleppzeigerchronograph mit Valjoux-Kaliber war die erste Rolex, welche für mehr als eine Million Schweizer Franken versteigert wurde.
Brunner, Jahrgang 1947, hat seit den 1980er-Jahren mehr als 30 Bücher zur Uhrmacherei vorgelegt, darunter The Watch Book Rolex. Dr. Oliver Knop ist bereits durch einen Gastbeitrag in Brunners The Watch Book Rolex – Next Generation bekannt, in welchem er in mehreren Kapiteln sein Wissen zum erfolgreichen Sammeln von Vintage Sportmodellen der Marke teilt.

Ein wenig bekanntes Kapitel sind die flachen Veriflat- und Tru-Beat-Golduhren aus der Mitte der 1950er Jahre.
Die Stärke dieses Buches sind genau diese spannenden Seitenblicke auf Modelle, die sich außerhalb der offiziellen Geschichtsschreibung bewegen. Etwa die Rolex Prince in ihrem rechteckigen Art Déco-Gehäuse, die 1928 erstmals erschien und viele Variationen durchlebte. 1935 erschien zum 25. Jahrestag der Thronbesteigung von König Georges V. eine Sonderedition von 500 Stück. Alle ihre Werke waren von der amtlichen Bieler Uhrenprüfstelle mit dem Prädikat »Besonders gut« ausgezeichnet worden.

Mit einem Aventurinzifferblatt und Baguettediamanten als Indizes feiert die Referenz M228235JG-0003 im Jahr 2026 den 70. Geburtstag der Rolex Day-Date.
Oder das ungelöste Rätsel um die verschwindend wenigen erhaltenen Exemplare der Uhren mit dem Schriftzug Hans Wilsdorf auf dem Zifferblatt aus den 1930er Jahren. Oder auch die Dutzenden Chronographen aus den 1930er bis 1940er Jahren, welche Rolex ständig variierte und bis zur Wasserfestigkeit verbesserte.

Eine schöne Studie der Zifferblattvariationen der Rolex Paul Newman mit Havanna-braunem Zifferblatt.
Aber auch das Thema Präzision trieb Rolex stets voran. So entstand 1954 eine Oyster-Sonderserie mit dem Zifferblattaufdruck »Kew A« Certificate. Sie hatten die besonders strenge Chronometerprüfung des King’s Observatory in Kew bei London erfolgreich absolviert. Sie dauerte 45 Tage statt der sonst üblichen 14 Tage.
Auch die 34 Millimeter große Air-King der 1940er Jahre zählt zu den 100 Ikonen. Mit ihrer überraschenden Rückkehr im Jahr 2016 im 40 Millimeter großen Edelstahlgehäuse beginnt der Schwenk in die Gegenwart. In diese reichen die Explorer, die Submariner und die Master GMT sowie die Day-Date, welche in diesem Jahr ihren 70. Geburtstag begeht. Und natürlich die ausführlich behandelte Daytona. Ein besonders schönes Zusammenspiel von Vergangenheit und Gegenwart ergibt sich in dem Kapitel über die 2026 vorgestellte »Perpetual Padellone«. Für ein vertieftes Interesse an der Geschichte der Rolex-Modelle ist das Werk eine wahre Fundgrube.
Literaturhinweis | 100 Iconic Rolex
| 📖 Titel | 100 Iconic Rolex |
|---|---|
| ✍️ Autor | Gisbert L. Brunner, Oliver Knop |
| 🏛️ Verlag | teNeues |
| 📅 Veröffentlichung | 27. Oktober 2026 (international), 26. Januar 2027 (USA) |
| 🌐 Sprache | Englisch und Deutsch |
| 📚 Einband | Gebunden |
| 📄 Seiten | 256 |
| 📐 Format | 24 x 30 Zentimeter |
| 🔢 ISBN | 978-3-96171-792-7 |
| 💶 Preis | 85,00 Euro [D] |
Ein Buch über Rolex ist schnell gemacht, ein gutes ist es nicht. Brunner und Knop treffen eine gut begründete Auswahl: 100 Referenzen, jede mit eigener Geschichte, von Paul Newmans Daytona über James Bonds Submariner bis zu Cloisonné-Arbeiten. Die unbekannteren Sammlerobjekte sind dabei das Salz in der Suppe der offiziellen Geschichtsschreibung. Wer sich mehr in diese einlesen möchte, dem sei zunächst das Rolex-Buch von Gisbert Brunner empfohlen.
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