Der Name ist eine Falle: »Platingold« klingt nach platiniertem Gold, gemeint ist jedoch das Gegenteil. Hinter dem Begriff verbirgt sich eine proprietäre Platinlegierung von Omega, bei der dem Platin Gold als Legierungspartner beigemischt ist. Die genaue Zusammensetzung gibt das Unternehmen nicht bekannt; fest steht laut Hersteller lediglich, dass es sich um eine Platinlegierung mit besonders hohem Feingehalt handelt. Omega setzt bei solchen Prestige-Modellen generell 950 Platin ein.

Reines Platin bleibt dauerhaft silbrig-weiß – ohne Rhodinieren.
Platin bringt dabei Eigenschaften mit, die Gold nicht hat. Reines Platin besitzt mit rund 21,5 Gramm je Kubikzentimeter eine höhere Dichte als Gold mit 19,3 Gramm, ein Gehäuse aus Platingold liegt am Handgelenk entsprechend spürbar schwerer an. Entscheidender ist die Farbe: Platin bleibt dauerhaft silbrig-weiß und benötigt im Unterschied zu klassischem Weißgold keine Rhodiumschicht, die mit der Zeit verblasst und die gelbliche Grundfarbe des Weißgolds sichtbar werden lässt. Canopus-Gold löst dasselbe Problem auf Goldbasis, Platingold auf Platinbasis. Auch gegen Korrosion ist Platin praktisch unempfindlich.
Erste Verwendung 2020, heute im Zentrum der Bond-Editionen
Erstmals eingesetzt hat Omega Platingold 2020 bei der Seamaster Diver 300M »James Bond« Numbered Edition, einem 42 Millimeter messenden Modell mit dem Automatikwerk 8807.
Gehäuse, Seitenplakette mit der individuellen Nummer und die Schließe bestanden aus dem Material, die Tauchskala der schwarzen Keramiklünette war aus Platin im positiven Relief gearbeitet, das Zifferblatt aus schwarzer Emaille trug das Pistolenlauf-Motiv aus 18 K Weißgold.
2026 kehrte das Material mit der Kollektion James Bond und Spectre zurück: Zwei limitierte Sets zu 77 nummerierten Exemplaren kombinieren jeweils ein Edelstahlmodell mit einer Platingold-Uhr, beide tragen dieselbe individuelle Nummer und sind nicht separat erhältlich.
Das Platingold-Gehäuse misst ebenfalls 42 Millimeter und trägt einen polierten Keramiklünettenring mit Tauchskala aus Platin; das Zifferblatt besteht aus 18 K Weißgold mit PVD-Beschichtung, das Rotor-Emblem aus 18 K Moonshine-Gold. Angetrieben wird die Uhr vom Co-Axial Master Chronometer Kaliber 8806, die Wasserdichtheit beträgt 30 Bar, das entspricht dem statischen Prüfdruck von 300 Metern Tiefe.
Zum Tragen kommt die Platingold-Version der Spectre-Edition auf einem schwarzen Alligatorlederarmband mit einer poliert und gebürstet ausgeführten Schließe aus Platingold; ein zusätzliches NATO-Armband aus Polyamid liegt der Präsentationsbox bei.
Technische Spezifikationen | Omega Platingold
💶 Preis87.100 Euro (Set mit zwei Uhren)
| 🧪 Materialklasse | Proprietäre Platinlegierung von Omega |
|---|---|
| ⚖️ Zusammensetzung | Platin mit hohem Feingehalt, Gold als Legierungspartner; exakte Anteile unveröffentlicht |
| 🎨 Optik | Dauerhaft silbrig-weiß, ohne Rhodinieren |
| 📏 Dichte | Rund 21,5 Gramm je Kubikzentimeter (Platin), schwerer als Gold (19,3) |
| 🛡️ Eigenschaften | Korrosionsbeständig, unmagnetisch |
| ⌚ Erstverwendung | Seamaster Diver 300M »James Bond« Numbered Edition, 2020 |
| 💧 Wasserdichtheit | 30 Bar (300 Meter) |
| 🔢 Referenzen | 210.83.42.20.01.001 (Platingold) und 210.30.42.20.01.023 (Edelstahl), Set James Bond und Spectre, 2026 |


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