Eleganz und kalendarische Raffinesse in einem Gehäuse von 36,0 Millimetern – mit dem A. Lange & Söhne Saxonia Jahreskalender erhält eine der zurückhaltendsten Modellreihen aus Glashütte ein vollständig neues Manufakturkaliber.

Die beiden Versionen des Saxonia Jahreskalenders mit silber- und argentefarbenem Zifferblatt.

Die beiden Versionen des Saxonia Jahreskalenders mit silber- und argentefarbenem Zifferblatt.

A. Lange & Söhne stellt das Modell während der Watches and Wonders 2026 in Versionen aus Weiß– und Rotgold vor.

Jahreskalender mit astronomischer Präzision

Die Kalenderanzeige schaltet automatisch auf den jeweils ersten Tag des Folgemonats weiter und berücksichtigt dabei die unterschiedlichen Monatslängen von 30 und 31 Tagen. Nur einmal im Jahr ist eine manuelle Korrektur erforderlich – am Ende des Februars, entweder vom 28. oder im Schaltjahr vom 29. auf den 1. März.

Die Hilfszifferblätter sind leicht nach innen abgeschrägt und unterschiedlich azuriert.

Die Hilfszifferblätter sind leicht nach innen abgeschrägt und unterschiedlich azuriert.

Alle Kalenderanzeigen inklusive der Mondphasenanzeige lassen sich entweder über separate Korrektoren oder gemeinsam über einen einzigen Drücker bei zehn Uhr weiterschalten. Die Mondphasenanzeige benötigt erst nach 122,6 Jahren eine Korrektur um einen Tag. Die Mondscheibe aus 750er Gold trägt eine tiefblaue Beschichtung; 428 Sterne erinnern an eine miniaturisierte Darstellung der Milchstraße.

Zifferblatt mit abgestufter Azurage

Das Zifferblatt des Saxonia Jahreskalender gliedert sieben Anzeigen auf überschaubarem Raum: Stunden und Minuten dominieren das Zentrum, der Wochentag erscheint bei neun Uhr, der Monat bei drei Uhr, die kleine Sekunde bei sechs Uhr.

Die Mondscheibe ist mit 426 Sternen besetzt. Erst nach122,6 Jahren benötigt sie eine Korrektur um einen Tag.

Die Mondscheibe ist mit 426 Sternen besetzt. Erst nach 122,6 Jahren benötigt die Mondphasenanzeige eine Korrektur um einen Tag.

Die leicht nach innen angeschrägten Hilfszifferblätter für Wochentag, Monat und kleine Sekunde tragen eine feinere Azurage, während die Innenflächen mit einer markanteren Azurage versehen sind – ein Kontrast, der die Tiefenwirkung des Zifferblatts verstärkt. Lanzettzeiger und neu gestaltete Stabappliken mit pyramidenförmig ausgearbeiteten Abschlüssen kommen hinzu.

Neues Manufakturkaliber L207.1

Im Innern arbeitet das neue Kaliber L207.1 mit Automatikaufzug. Der einseitig aufziehende Zentralrotor trägt eine Schwungmasse aus 950er Platin; die stoßgesicherte Schraubenunruh schwingt mit 21.600 Halbschwingungen pro Stunde. Nach Vollaufzug beträgt die Gangautonomie 60 Stunden.

  • Das Manufakturkaliber L207.1 besteht aus 491 Komponenten.
    Das Manufakturkaliber L207.1 besteht aus 491 Komponenten.

Das Werk besteht aus 491 Teilen und lagert auf 56 Lagersteinen, davon drei verschraubten Goldchatons. Der Saphirglasboden gibt den Blick auf den handgravierten Unruhkloben und filigrane Oberflächenpolituren frei – Merkmale, die für die sächsische Feinuhrmachertradition stehen, auf die auch der Modellname Saxonia verweist.

Weiß- und Rotgold

Mit 9,8 Millimetern Bauhöhe gleitet das Gehäuse diskret unter die Hemdmanschette. Zeiger und Appliken sind in beiden Varianten aus 750er Gold gearbeitet und farblich auf das jeweilige Gehäuse abgestimmt. Als Armband dient handgenähtes Alligatorleder in Rotbraun; den Abschluss bildet eine Dornschließe in der jeweiligen Goldlegierung – Weißgold bei der Ref. 331.026 E, Rotgold bei der Ref. 331.033 E. Beide Versionen dürften um die 65.000 Euro liegen, einen offiziellen Listenpreis veröffentlicht A. Lange & Söhne nicht mehr.

TECHNISCHE SPEZIFIKATIONEN | A. LANGE & SÖHNE SAXONIA JAHRESKALENDER

🏠 Gehäuse 750er Weißgold (Ref. 331.026 E) & 750er Rotgold (Ref. 331.033 E) – Durchmesser 36,0 Millimeter, Bauhöhe 9,8 Millimeter
🔮 Glas Saphirglas (Mohs-Härte 9), Saphirglasboden
👁️ Anzeige Stunde, Minute, kleine Sekunde (6 Uhr), Großdatum; Jahreskalender mit Wochentag (9 Uhr) und Monat (3 Uhr); Mondphasenanzeige (Korrektur nach 122,6 Jahren)
⚙️ Aufzug Automatikaufzug, einseitig aufziehender Zentralrotor mit Schwungmasse aus 950er Platin
🔩 Kaliber L207.1 – 491 Teile, Ankerhemmung, stoßgesicherte Schraubenunruh; zweifach montiert; in 5 Lagen feinreguliert
📡 Frequenz 21.600 Halbschwingungen pro Stunde (3 Hz)
⏱️ Gangautonomie 60 Stunden
💎 Lagersteine 56 Lagersteine, davon 3 verschraubte Goldchatons
Veredelung Handgravierter Unruhkloben; filigrane Oberflächenpolituren und -schliffe; Azurage in 2 Intensitäten; zweifach montiert
📿 Band Handgenähtes Alligatorleder, rotbraun – Dornschließe aus 750er Weißgold (Ref. 331.026 E) bzw. 750er Rotgold (Ref. 331.033 E)
🔖 Referenz 331.026 E (Weißgold) – 331.033 E (Rotgold)
🏷️ Preis 65.000 Euro

Schon im Vorjahr sorgte A. Lange & Söhne mit der neuen Gehäusegröße der Lange 1815 mit 34 Millimeter Durchmesser für Aufsehen. Schließlich führt der geringere Durchmesser zur kostspieligen Entwicklung eines neuen Werkes. So auch jetzt beim neuen Saxonia Jahreskalender. Der Trend wird getragen durch die anhaltende Retrowelle, die historische Modelle mit kleineren Durchmessern in der Popularität nach oben spült. Einer klassisch orientierten Marke wie Lange scheint das offensichtlich sehr entgegenzukommen. Trendsetter war wieder einmal Rolex mit der im Jahr 2021 auf 36 Millimeter verkleinerten Explorer Referenz 124270 und in der Folge Tudor mit der Black Bay 54, die im Jahr 2023 mit 37 Millimeter reüssierte.

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